LKA setzt für Ballstädt "Ermittlungsgruppe-Rechts" ein
Nachricht vom 11.Februar 2014
Zum Neonazi-Überfall von Ballstädt wird jetzt von der Sonder-"Ermittlungsgruppe-Rechts" des Landeskriminalamtes ermittelt. Die "ZESAR" genannte Einheit sei bereits unmittelbar nach dem Übergriff von der Polizei in Gotha alarmiert worden, hieß es gestern vom LKA. Auch Thüringens Innenminister Jörg Geibert bestätigte inzwischen, daß die Gewalt "vom rechten Bereich" ausgegangen sei. Bislang wollten sich Polizei und Staatsanwaltschaft nicht festgelegen. - Thüringens Bundestagsabgeordnete der Linke, Martina Renner verwies darauf, daß einer der Angreifer sofort als Mitglied der bereits öfter im Ort aufgefallenen Neonazi-Gruppierung erkannt worden sei. Sie kritisierte erneut das Versagen des Verfassungsschutzes. Noch in der Vorwoche habe ein Referent neonazistische Strukturen in Thüringen und gerade auch in Ballstädt verharmlost. Die Landtagsabgeordnete der Linke, Katharina König kündigte an, den Überfall im Innenausschuss zu thematisieren. Thüringens SPD-Sozialministerin Heike Taubert forderte, endliche eine nachhaltige Reform des Thüringer Verfassungsschutzes auf den Weg zu bringen. - Unterdessen meldet die Polizei, daß in Apolda erneut das "Prager-Haus" angegriffen wurde. In der Nacht zum Montag hätten Unbekannte das Schauglas an der Eingangstür zerstört und Plakate abgerissen. Das Haus ist Gedenkstätte für den von den Nazis ermordeten einstigen jüdischen Besitzer Bernhard Prager. (wk)
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