Aktuell - Nachrichten
Weimar-Nachrichten vom 04. April 2025
Boehm-Rede zu Buchenwald-Gedenken abgesagt
Kurz vor dem zentralen Gedenken an die Befreiung der Konzentrationslager Buchenwald und Mittelbau-Dora am Sonntag, dem 6. April , ist eine geplante Rede des deutsch-israelischen Philosophen Omri Boehm abgesagt worden.
Der Direktor der Stiftung Gedenkstätten, Jens Christian Wagner, teilte mit, "zu seinem großen Bedauern" habe sich ein Konflikt mit Vertretern der israelischen Regierung angebahnt. Diese werfen Boehm unter anderem vor, den Holocaust zu relativieren.
Wagner betonte, dass ER an der persönlichen und fachlichen Eignung Boehms als Redner im Rahmen des Gedenkens keinerlei Zweifel hege. Es sei jedoch das oberste Ziel, die Überlebenden nicht in eine politische Debatte hineinzuziehen oder gar zu instrumentalisieren.
Deshalb habe man entschieden, Boehm zu einem späteren Zeitpunkt einzuladen, so Jens Christian Wagner, der Leiter der Gedenkstätte.
(CQu)
Stadtrat verabschiedet Haushalt 2025
Der Weimarer Stadtrat hat den Haushalt für das Jahr 2025 beschlossen. Die Stadträtinnen und Stadträte votierten mit 26 Ja- und 4 Nein-Stimmen sowie 8 Enthaltungen für den entsprechenden Entwurf der Stadtverwaltung. Zahlreiche Änderungsvorschläge der einzelnen Fraktionen wurden berücksichtigt.
Das Gesamtvolumen des Haushaltes steigt auf rund 308 Millionen Euro. Das sind knapp 7 mehr als im Vorjahr.
Hauptaugenmerk liege auf Erneuerung und Ausbau von Straßen und Abwasserkanälen sowie Schulen und Sportstätten, sagte Oberbürgermeister Peter Kleine. Weitere Schwerpunkte sind die Generalsanierung des Deutschen Nationaltheaters, der Neubau des Verwaltungsgebäudes für den Kommunalservice sowie Sanierung der Tourist-Information und der Weimarhalle.
Die Stadt investiert auch in energiesparende Maßnahmen - wie etwa die fortgesetzte Modernisierung der Straßenbeleuchtung und die Errichtung von Photovoltaik-Anlagen.
Der Weimarer Haushalt muss noch vom Landesverwaltungsamt geprüft werden.
(CQu)
Baumfällungen beim Sportplatz Niedergrunstedt notwendig
Im Bereich des Sportplatzes in Niedergrunstedt müssen 31 Pappeln gefällt werden. Wie das Grünflächen- und Friedhofsamt mitteilt, handelt es sich um Bäume, die nicht mehr stand- und bruchsicher sind. Etliche Bäume stünden zu nah am Grundstücksrand. Durch intensive landwirtschaftliche Nutzung der benachbarten Grundstücke wurden Wurzeln, die über die Grundstücksgrenze hinauswuchsen, stark geschädigt. Weitere Bäume seien krank und teilweise abgestorben.
Die Bäume sollen noch vor Ostern gefällt werden, damit der Sportplatz in der Sommersaison wie gewohnt genutzt werden kann.
(CQu)
Das waren die nachrichten, geschrieben von Claudia Quasthoff, gesprochen von nelly Sachs