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Montag, der 21.Juni, 08:33 Uhr

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Projekte - Beendete Projekte

Projektdokumentation

Bürgerradios/Lokalradios als europäische Kommunikatoren Bürgerradios als Kommunikatoren des erweiterten Europa

gefördert durch die Europäische Kommission

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a. Projektbeschreibung

In den vergangenen Jahren sind in vielen Ländern der EU Lokal- bzw. Bürgerradios neu entstanden. Als Gegengewicht zu den großen, zentralisierten Medien und Ausdruck eines verstärkten Regionalbewusstseins haben sie sich zu wichtigen Organisatoren lokaler und regionaler Kommunikation entwickelt. Ihre Stärke ist dabei der enge Kontakt zu ihren Hörern bzw. den Bürgern. Neben regelmäßigen Sendungen nutzen sie dabei auch andere Wirkungsmöglichkeiten (z.B. als Veranstalter öffentlicher Podiusmdiskussionen). Allerdings verläuft diese Entwicklungen in den einzelnen Staaten sehr unterschiedlich, und vor allem die neuen Mitgliedsstaaten haben hier in vielen Fällen noch einen großen Nachholbedarf.

Das vorgeschlagene Projekt will vor diesem Hintergrund die Rolle eines Bürgerradios als lokaler Kommunikator des erweiterten Europa demonstrieren, beispielhafte Erfahrungen produzieren und an andere Sender weiter geben. Damit soll das Medium Lokal- bzw. Bürgerradio wesentlich stärker als bisher für europäische Debatten innerhalb der Zivilgesellschaft erschlossen werden.

Das Projekt besteht aus folgenden Schwerpunkten:

  • Ausstrahlung regelmäßiger Sendungen zu europäischen Themen in der Region Weimar/Jena
  • Produktion von Sendebeiträgen zu europäischen Themen, die von anderen Bürgersendern genutzt werden können (Bereitstellung/Weitergabe via Internet)
  • Veranstaltung öffentlicher Debatten zu europäischen Themen mit Ausstrahlung auf die gesamte Region Thüringen
  • Veranstaltung eines internationalen Treffens europäischer Bürgerradios zum Erfahrungsaustausch und zur Vorbereitung engerer Kooperationen

b. Ausstrahlung regelmäßiger Sendungen zu europäischen Themen in der Region Weimar/Jena

Radio LOTTE sendet seit 1999 ein schrittweise ausgebautes Vollprogramm, das von den Bürgern der Region sehr gut angenommen wird. Dabei werden mit den morgendlichen Magazinsendungen (wochentags 7 bis 13 Uhr) und den abendlichen Spezialsendungen (21 bis 1 Uhr sowie am Wochenende) unterschiedliche Hörerschichten und Altersgruppen erreicht. Mit Hilfe des beantragten Projektes sollen europäische Themen gezielt in unterschiedliche Sendeformate placiert und damit eine stärkere Reflexion über Europa unter der Hörerschaft angeregt werden.

Dabei sollen u.a. die folgenden Sendeformate genutzt bzw. neu entwickelt werden:

  • Interviews mit Experten zu aktuellen Themen der europäischen Entwicklung im Rahmen der morgendlichen Magazinsendungen (ca. einmal wöchentlich, Dauer jeweils 5 bis 10 Minuten)
  • Ausführliche Hintergrundgespräche und Studio-Diskussionen mit Experten zu aktuellen Themen der europäischen Entwicklung im Rahmen der abendlichen Spezialsendungen (ca. einmal monatlich, Dauer jeweils 1 bis 2 Stunden)
  • Regelmäßige Bürgerfragestunde mit Thüringer EU-Abgeordneten im Rahmen der morgendlichen Magazinsendungen (einmal monatlich, Dauer jeweils 1 Stunde)
  • Regelmäßige Telefoninterviews mit Korrespondenten aus den neuen EU-Mitgliedsstaaten (ca. einmal wöchentlich, Dauer jeweils 5 bis 10 Minuten)

c. Produktion von Sendebeiträgen zu europäischen Themen, die von anderen Bürgersendern genutzt werden können (Bereitstellung/Weitergabe via Internet)

Die terrestrische Reichweite von Lokal- und Bürgersendern ist naturgemäß auf die jeweilige Stadt bzw. Region begrenzt. Allerdings gibt es inzwischen zahlreiche Netzwerke von Lokal- und Bürgerradios, in deren Rahmen Sendebeiträge ausgetauscht und damit einer größeren öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Außerdem ermöglicht die Verbindung von Lokalradio und Internet eine praktisch unbegrenzte Reichweite.

Diese Tatsache macht sich das beantragte Projekt in zweifacher Weise zu Nutze:

  • Verbreitung von Sendebeiträgen via Internet: Bei Radio LOTTE produzierte und gesendete Beiträge zu europäischen Themen (siehe Punkt a) werden unter Nutzung neuester technischer Entwicklungen über die Homepage www.radiolotte.de zugänglich gemacht (live-streaming und/oder audio-on-demand)
  • Austausch von Sendebeiträgen: Bei Radio LOTTE produzierte und gesendete Beiträge zu europäischen Themen (siehe Punkt a) werden nach entsprechender Bearbeitung auf MD, CD-ROM oder via Internet weiteren Bürgersendern im deutschsprachigen Raum zur kostenfreien Nachnutzung zur Verfügung gestellt (ca. 1 - 2 Beiträge pro Woche).

d. Veranstaltung öffentlicher Debatten zu europäischen Themen mit Ausstrahlung auf die gesamte Region Thüringen

Radio LOTTE veranstaltet auch andere Formen lokaler/regionaler Kommunikation, insbesondere öffentliche Podiumsdiskussionen. Dabei führt sowohl der Bekanntheitsgrad des Bürgerradios als auch die Tatsache einer Übertragung der Diskussionen über den Sender zu einer hohen Akzeptanz dieser Veranstaltungen seitens der Bürgerschaft. Dies soll im Rahmen des beantragten Projektes verstärkt auch für die Kommunikation europäischer Themen genutzt werden. Vorgesehen sind unterschiedliche Formen dieser öffentlichen Debatten, die jeweils auch (live oder zeitversetzt) über das Radio gesendet werden:

  • Radio-LOTTE-Stadtgespräche: In der Reihe "Stadtgespräche" werden vor allem kommunale Fragen thematisiert. Im Rahmen des beantragten Projektes soll sich mindestens ein "Stadtgespräch" mit den Auswirkungen und Möglichkeiten der EU-Osterweiterung für die Region Weimar-Jena beschäftigen, wobei Fragen der Tourismus- und Wirtschaftsentwicklung im Mittelpunkt stehen werden.
  • "Salon der Visionen": In der Salon-Reihe werden überregionale Themen mit prominenten Gästen im anspruchsvollen Ambiente einer Weimarer Galerie diskutiert. Im Herbst 2004 wird sich ein "Salon" mit Fragen der europäischen Entwicklung nach der EU-Osterweiterung befassen.
  • Spezielle Diskussionsforen: In Kooperation mit anderen Veranstaltern wird Radio LOTTE weitere spezielle Diskussionsforen zu europäischen Themen vorbereiten bzw. senden. Vorgesehen sind u.a. Podiumsdiskussionen mit internationalen Teilnehmern der europäischen Sommerakademie der Bauhaus-Universität Weimar, mit Studierenden der Europäischen Urbanistik und mit Stipendiaten des Kollegs Friedrich Nietzsche.

e. Veranstaltung eines internationalen Treffens europäischer Bürgerradios zum Erfahrungsaustausch und zur Vorbereitung engerer Kooperationen

In den mittel- und osteuropäischen neuen EU-Mitgliedsstaaten sind die elektronischen Medien meist noch sehr zentralisiert, die Form des Bürgerradios ist (nach unseren Beobachtungen) bisher kaum entwickelt. Deshalb sollen die im Laufe des Projektes gesammelten Erfahrungen auf einem abschließenden internationalen Treffens von Bürgerradios, insbesondere aus Mittel- und Osteuropa, vorgestellt und zugleich weitere Kooperationen auf dieser Ebene vorbereitet werden. Erwartete Ergebnisse der Maßnahme:

Allgemein ist durch das Projekt vor allem eine wesentlich stärkere Aufmerksamkeit und Bewusstheit für europäische Themen in der Region Weimar-Jena sowie anderen angeschlossenen Regionen zu erwarten. Mittel- und langfristig wird das Projekt dazu beitragen, die Rolle von Bürgerradios als wichtige lokale/regionale europäische Kommunikatoren zu stärken und zu entwickeln. Schließlich wird das Projekt einen wichtigen Beitrag zur europaweiter Vernetzung von Lokal- und Bürgerradios leisten.

Im einzelnen wird das Projekt folgende Ergebnisse erzielen (bei 9 Monaten Laufzeit):

  • ca. 30 Live-Interviews (jeweils 5 bis 10 Minuten)
  • ca. 8 Studio-Diskussionen bzw. Hintergrundgespräche (jeweils 1 bis 2 Stunden)
  • ca. 8 Bürgerfragestunden mit EU-Abgeordneten (jeweils 1 Stunde)
  • ca. 30 Korrespondenten-Interviews aus den neuen EU-Mitgliedsstaaten (jeweils 5 bis 10 Minuten)
  • ca. 60 über das Internet verbreitete Sendebeiträge (jeweils 5 bis 10 Minuten)
  • ca. 30 aufbereitete Beiträge für den Programm-Austausch mit anderen Sendern (je 5 bis 10 Min)
  • ca. 5 öffentliche, durch das Radio übertragene Podiumsdiskussionen zu europäischen Themen
  • ein abschließendes internationales Treffen europäischer Lokal- und Bürgerradios (mit Teilnehmern aus 8 bis 10 Ländern)

f. Zeitplan:

Projektbeginn: 1. Mai 2004
Projektende: 28.2.2005

  • Vorbereitungsphase: Mai 2004
  • Regelmäßige Sendungen: Juni 2004 bis Dezember 2004
  • Produktion und Austausch von Beiträgen: Juni 2004 bis Dezember 2004
  • Öffentliche Diskussionsveranstaltungen: Juni 2004 bis Dezember 2004
  • Abschließendes Treffen europäischer Bürgerradios: Ende Januar 2005

Audiopool: Sendebeiträge zu europäischen Themen

Bedeutung der EU-Osterweiterung für die Thüringer Wirtschaft, Interview mit Detlef Reuter, Bereich Innovation und Internationales IHK Thüringen

Eintopf und Euphorie - Zutaten der demokratischen Revolution im Osten, Interview mit Kathrin Göring-Eckardt (I)

Beitrittsfähig? - Chancen einer Aufnahme der Türkei in die Europäische Union, Interview mit Kathrin Göring-Eckardt (I)

Umfrage "Erwartungen an das EU-Parlament" und Interview mit Dr. Dieter L. Koch, Europaabgeordneter der Thüringer CDU 2004

Interview mit Undine Kurt (Bundestagsabgeordnete Die Grünen): UNESCO-Weltkulturerbe, Last oder Lust für eine Stadt wie Weimar?

Interview mit Stefan Märki (Generalintendant DNT Weimar) über Heimweh und Heimat

Sopron vor 15 Jahren. Paneuropapicknik und die Grenzöffnung zwischen DDR und Ungarn für ein paar Stunden.

Audiopool: Themenwoche 30.8. - 3.9.04, Beiträge zur Musik fremder Völker

Über den Begriff der Volksmusik

Der Balkan, Schmelztigel der Kulturen

Syrtaki - ein Klischee

Berührungen von Klassik und Volksmusik im 18. Jahrhundert

Die Musikformen Lateinamerikas

Urbane Volksmusik

Das Bild deutscher Musik im Ausland

Die Entwicklung abend- und morgenländischer Kunstmusik

Cross Over - die Rettung der Volksmusik

Audiopool: Beitragsreihen

Politik: Demokratische Transparenz - die neue EU Kommission, Interview mit Dr. Dieter L. Koch, Thüringens CDU-Europaabgeordneter

Soziales: Dem europäischen Sozialwesen auf den Zahn gefühlt - indische Studenten der Djamia Milia Islamia Neu Delhi, Studiengang School of Social Work zu Gast an der FH Erfurt

Kultur: Blick über die Genzen nach Tschechien: deutschsprachige Literatur in Böhmen - Interview mit Franticek Czerny über die Idee eines deutschen Literaturhauses in Prag

Weimarer Sommerkurse 2004

Beschreibung und Zusammenfassung:

Audiopool: Radiotag, Liveübertragung von den Weimarer Sommerkursen

Demokratische Werte nach der Revolution in Georgien - Interview mit Sandro, Georgien

Die Wahrnehmung Europas in Asien - Interview mit Alice, Hongkong

Ästhetik der Moderne - Interview mit den Veranstaltern des Kunstkurses

Stichwort Europa, EU-ängste in Polen? - Interview mit den polnischen Kursteilnehmern

Stimmungsbarometer: Referendum in der Slowakei - Interview mit Teilnehmern des Philosophiekurses

Projektabschluß

1. Abschlußtagung

Zum Abschluß des Projektes fand im DORINT-Hotel Weimar am 24. Februar ein europäisches Treffen mit Korrespondenten und Vertretern von Bürgerradios und unabhängigen Initiativen statt.

  • Erster Teil: Schwerpunkt der Tagung mit Darstellung des Projektes und Austausch über die verschiedenen Ansätze, Erfahrungen mit kulturellen Unterschieden und Gemeinsamkeiten.
  • Zweiter Teil: Diskussion über technische und inhaltliche Qualitätsstandards (ausgelagert auf das Forum der LAG Bürgermedien Thüringen und den BFR)
  • Dritter Teil: Abendliches Podiumsgespräch "Gesucht wird das neue Europa" unter Leitung von Sergej Lochthofen (Chefredakteur der Thüringer Allgemeinen) - u.a. mit Michael Helbing (Kulturredakteur, LAG Bürgermedien Thür.), Katarzyna Fortuna (Radio Krakau), Dr. Geza Valyi (Ungarischer Rundfunk) über die tatsächlichen "Veränderungen" im Alltag der Menschen, Diskussion um eine gemeinsame Verfassung.

2. Workshop

  • "Technische und qualitative Standards für Internet-Radiobeiträge"

3. Sachbericht

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Kooperationen

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Förderer

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