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Tonspur

Tonspur vom 25.03.2014

Kid Simius - "Wet Sounds“ -

Mit dieser Tonspur möchte ich heute mal eine Lanze brechen für eine besondere Spezies von Musikern, für eine besondere Art von Platten! Des öfteren erreichen uns Platten, die wir in der Musikredaktion hören, uns verwundert an sehen und uns fragen was das soll.
Zum einen kann es sein, das der Künstler mit grober Überschätzung seines Könnens und der Gutwilligkeit eines Geldgebers, eine Platte eingespielt hat, zum anderen gibt es Platten die ganz klar auf den Geldbeutel des Leichtgläubigen Hörers abzielen und denen das Produkt als große Kunst verkauft wird. Aber wer bin ich den Leuten erzählen zu wollen, das sie lieber keine Platten kaufen sollten, die von z.B. Dieter Bohlen produziert wurden.
Es gibt glücklicher weise Platten wie diese die ich heute vorstellen möchte, Platten die es eigentlich nicht geben kann, weil sie sich vehement dem Mainstream verweigern, die einzig und allein einer verrückten Idee eines Künstlers oder einer Formation folgen. Leider meist wenig erfolgreich, aber sie erreichen das Herz ein paar richtiger Musikliebhaber, wie vielleicht mich, die diesen Platten immer wieder eine Chance geben, solche Künstler wie Tipsy, Elektrotwist, Messerchups , Amanagucci usw.- am besten gleich mal ins Netz geschaut uns sich vom Wahnsinn überzeugen.

Heute nun die Platte "Wet Sounds“ - Kid Simius - "Who The Fuck Is Kid Simius?" so heißt die erste EP von Kid Simius.

"Wet Sounds“ ist nach "Who The Fuck Is Kid Simius?" und "El Clásico" seine dritte Ep, warum es noch nicht zu einem ganzen Album gereicht hat weis ich nicht, vielleicht so ein Szene internes Ding, das für Außen stehende nicht zu verstehen ist. Aber eine 12 Track EP ist schon ganz okay.

Kid Simius? Ist das nicht der Live-DJ von Marsimoto? Der Mann, der während der Marteria-Show auch mal die E-Gitarre zückt? Der sympathische Spanier aus dem genialen Film zu "Grüner Samt"?

José Antonio García Soler, so sein bürgerlicher Vorname, wächst im südspanischen Granada am Mittelmeer auf und sammelt schon mit 16 erste Erfahrungen als DJ und Live-Act. Nach der Schule beginnt er ein Psychologie-Studium, setzt jedoch mit 22 Jahren alles auf eine Karte und entscheidet sich für die Musik. Er packt seine Sachen – genauer gesagt: "nichts außer einer Gitarre und einem Serrano-Schinken unterm Arm" - und siedelt nach Berlin um.

Sicherlich hat der Spanier die Aufmerksamkeit in Deutschland nicht zuletzt Marteria und dessen Alter Ego zu verdanken. Dennoch sollte man nicht den Fehler machen, ihn als einen der unzähligen Hip-Hop-Beatbauer abzustempeln. Kid Simius überrascht mit einer explosiven Mischung aus Dubstep, Electronica, Surfgitarren und technoidem Club-Sound und so gar kein HipHop.

Nachdem er auf eine längst vergessene Rohversion des Tracks »Surf ‘N’ Bass« auf seiner Festplatte stieß, griff Kid Simius das alte Experiment wieder auf und weitete die selbstkreierte Genrefusion auf eine EP aus. Stark verhallte Gitarrenmelodien a la California Surfrock treffen auf Electronica und Bassmusik mit Salsarhythmen und spanischen Gesang.
Die Harmonien seiner spanischen Heimat treffen auf den Bumms von Berlin und die zeitlose Magie kalifornischer Sommernächte – und das mitten im wunderschönen Lichtenberg am Meer.
Schon wegen des Covers muß man diese Platte gut finden, das den abrockenden José zeigt, mit dem Traum eines jeden 80ziger Metalkid, einer Gibson Flying V Gitarre! Yes!


Ein geiles abwechslungsreiches Album und der Style für das Frühjahr 2014 heißt Surf 'n' Bass

(dennis klostermann)

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