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Tonspur

Tonspur vom 22.07.2014

CHRIS CRESSWELL / BRIAN WAHLSTROM - “One Week Records” Sessions -

Sie haben eine Woche Zeit, was machen Sie? Was höre ich da „nüscht“, ausschlafen, Urlaub, Ballermann, Ostsee, Wellnesswoche, am Auto herum schrauben, okay alles ganz nett, Zimmer aufräumen, abwaschen – na ich denke da fällt jedem was ein und keiner hätte was dagegen so eine Woche frei zu haben.
Wenn sie aber einen Joey Cape zu ihrem Freundeskeis zählen, dann herzlichen .Glückwunsch.

Joey Cape ist nicht nur als Frontmann der Punkrockband Lagwagon bekannt, sondern betreibt auch seine Solo-Karriere sehr erfolgreich. Nun hat der 47-Jährige sein eigenes Label ins Leben gerufen, das er auf den Namen One Week Records getauft hat und mit dem er neue Wege geht , wenn für die Aufnahmen lädt der Lagwagon-Frontmann die Künstler in sein Zuhause nach San Francisco ein, wo sie sieben Tage lang das neue Werk aufnehmen. Der Clou bei diesen Alben: Jede dieser Sessions ist NICHT über die herkömmlichen Vertriebswege erhältlich, sondern kann einzig und allein für lediglich 5 US-Dollar über die Homepage von One Week Records (www.oneweekrecords.com) erworben werden. Kein Streaming, kein iTunes, kein Spotify und vor allem kein Profit für internationale Software-Konzerne. Bei One Week Records stehen Fairness, Freundschaft, die Liebe zu hausgemachter Musik und die Nähe zu Fans im Vordergrund.

In dieser einen Woche schreiben und recorden die beiden Künstler gemeinsam zehn Akustik-Songs, die gänzlich anders klingen als es das Fan-Ohr vom jeweiligen Musiker gewöhnt ist. Heraus kommen zehn atemberaubend schöne Singer/Songwriter-Perlen, die nur in diesem einmaligen kreativen Umfeld haben entstehen können. Jedes dieser digitalen Alben ist einzigartig und handgemacht – sogar das Cover wird vom jeweils geladenen Künstler mit Papier und Bleistift selbst gestaltet.

One Week Records erblickt am 16. Mai 2014 das Licht der Welt (in Anlehnung an den Lagwagon-Song “May 16th”). Den Anfang machen gleich zwei hochkarätige Musiker mit zwei wunderbaren Akustikk-Alben: von Chris Cresswell und von Brian Wahlstrom.

Chris Cresswell ist Sänger der Punk Ska Rockband The Flatliners, hier zeigt er sich ganz von seiner Singer Songwriter Seite, seine Stimme ist klar und eingängig, befreit vom Schmutz des Punks. Die Instrumentierung der Songs ist dezent und oft nur eine Gitarre, was die Songs sehr eindringlich machen, Beispiele hierfür sind die Songs – Concrete Dialogue, Little Bones oder der bittersüße Opener Meet Me in The Shade.
Die Zweite Platte dieser Veröffentlichung wurde mit Brian Wahlstrom aufgenommen, den man u.a. von den Scorpios kennt. Sein Instrument ist das Piano und er kreiert dort wunderschöne kleine emotinale Pianobaladen bei denen man auch schon mal sentimental aus dem regennassen Fenster blicken kann. Beispiele sind hierfür die Songs Curtain, Blue ScreenLight oder A Man with no Name. Manchmal hört er sich auch frapierend nach Bruce Hornsby an, so den noch jemand kennt.

Beide Sessions sind voll mit großartigen Songs, die einem wolligwarm einpacken, wie es nur Musik kann, wieder eine Platte, die den Herbst vorweg nimmt.
Wenn man das ergebnis hört, möchte man meinen das das ganze doch länger gedauert haben muß als eine Woche. Ein tolles Konzept, bei dem schon neue Platten geplant sind, deswegen Augen offen halten.
Eine Woche nach Mass, müßte ich jetzt nur noch ein Instrument lernen und dann ab nach San Francisco, Cover hab ich schon gemalt!

An der Stelle Curtains von Brain Wahlstorm!
An der Stelle Meet me in the shades von Chris Cresswell!

(Dennis Klostermann)

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