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Tonspur

Tonspur vom 27.07.2014

Sylvan Esso - Sylvan Esso -

Wenn man die Stadt Durham in North Carolina hört, sucht man vergeblich nach handfesten Beweggründen, sich diese Stadt in seinem Gehirn einzuspeichern. Einige Musikexperten kennen vielleicht LeRoi Moore, ein Gründungsmitglied der Dave Matthews Band, der ja leider im Jahr 2008 verstorben ist, und auch aus Durham kam. Aber nun gibt es einen Grund sich diese Stadt oder sich zumindest eine Band aus dieser Stadt zu merken. Die Band nennt sich Sylvan Esso und besteht aus der Sängerin Amelia Meath und dem Beatverantwortlichen Nick Sanborn.
Es ist ja im 21. Jahrhundert nicht mehr so schwer, selber (gute) Musik zu machen, man benötigt nur einen halbwegs schnellen Computer und eventuell eine Gitarre oder Klavier und ein Tonmischprogramm. Wahlweise einen Sänger oder Sängerin und mehr nicht. Man baut sich dann einfach seine Klangtapetten und Beatteppiche, jeweils auf eine Spur und packt dann noch ein Gesangsspur dazu, und fertig ist das Zauberwerk. Wahnsinn...oder? Durch die Modernisierung und Vereinfachung der Musik, bildete sich in den letzten Jahren ein großes Netz aus Bands und Musikern, die elektronische Tanzmusik mit Gesang verknüpften, jede Band ist dabei einzigartig, manche rühren Dubstep in ihren Sound und andere vielleicht Soul oder Rock.

Das Soundrezept besteht bei Sylvan Esso hauptsächlich aus Bassbeats, Folk, Soul, Minimal und elektronischer Tanzmusik. Eine schlechte Mischung denkt man jetzt, aber in diesem Falle sehr gelungen. Alles wirkt leicht melancholisch, aber trotzdem zum tanzen geeignet, nichts aufregendes und etwas um in Trance zu schweben und einfach mal die laute Welt zu vergessen, ähnlich wie im Computerspiel "Botanicula".. aber ich schweife vom Thema ab.
Das Album beginnt mit einer Mischung aus einem Worksong und einer Gospelnummer, bis dann nach anderthalb Minuten der Bassbeat einsetzt. Im weiteren Verlauf wird über das Leben, den Kaffee und was wir ohne ihn wären, oder schöne Kleider gesungen. Insgesamt ist diese Band eine gelungene Symbiose aus sanften Soul/Folk Gesang und dem nie nervigen Klick und Bass-Beat.
Wie ich ja schon am Anfang dieses Beitrags gesagt habe, gibt es sehr viele Bands, die aus einem Laptop ihre Musik erzeugen und darauf singen und spielen. Mir fällt da ganz spontan "In The Valley Bellow", die sich in manchen Liedern ähnlich anhören oder "The xx" die in eine ähnliche Richtung gehen ein. Ich finde die Musik irgendwie experimentell und sehr interessant und bin mal gespannt, was aus Sylvan Esso wird. Wer die beiden eben genannten Bands mag oder gerne zu elektrischer Musik tanzt, für den ist Sylvan Esso auf jeden Fall geeignet.
Auf Wiedersehen sagt Richard Lessing und jetzt gibt’s zum tanzen und abschalten "Could I be" von Sylvan Esso aus dem gleichnamigen Album!
Machts gut.

(Richard Lessing)

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