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Tonspur

Tonspur vom 29.04.2015

Public Service Broadcasting -The Race For Space -

(countdown) Im Jahre 1959 kommt der erste gesamtsozialistische Science Fiction heraus unter dem Namen „Der Schweigende Stern“ und spielt in der Zukunft, im damals noch fernen 1970! Die ganze Produktion ist beseelt von den Erfolgen der sowjetischen Raumfahrt, die damals noch vor den USA waren, in dem sie den ersten Satelliten mit Namen Sputnik ins All geschickt haben. Vom Sputnik zur ersten bemannten Raummission, zum Mondflug, oder Mondstation schien es nur noch einen kleinen Schritt, wenn nur alle an einem Strick ziehen, der natürlich der Sozialistische war. (die mission kann nur...)
Auf der Erde wird eine Spule gefunden, die eine Botschaft an die Welt in sich trägt, sie stammt von den Bewohnern der Venus, die ihren Planeten runter gewirtschaftet haben, was aber erst später klar wird. Die moralische Keule schwebt im Film ständig über dem Zuschauer, ob nun amerikanische Wissenschaftler mit Nazivergangenheit oder mit Anspielungen zur Atombombe, die augenscheinlich auch den Bewohnern der Venus zum Opfer gefallen sind.

Kalter Krieg und Weltall, eine faszinierende Kombination und inspirierend für verschiedenste Genre.

Nun haben wir hier zwei Engländer, die sich dem Thema auf ihre Art annehmen. The Race For Space heißt das Album um das es heute hier gehen soll! Die Band Public Service Broadcasting!

J. Willgoose trägt gerne Samthose und auch ein Cord-Sakko, dazu eine Nerdbrille. Ein junger Mann in Gestalt eines wunderlichen Professors, eines Archivars, der liebevoll alte Tonbänder abstaubt und sie wieder ebenso liebevoll ins Regal zurückstellt, für die Zukunft und die Nachwelt.
Manchmal greift J. Willgoose auch zum Banjo statt zu seinem Keyboard. Wrigglesworth ist der Schlagzeuger von Public Service Broadcasting. Er gibt mit seinen Drums gewissermaßen den Ton an bei dem Duo.

Public Service Broadcasting haben sich einem nicht festgelegtem Genre verschrieben und lassen das den Hörer auch in ihrem zweiten Album wissen. Zwischen Werk 1 und Werk 2 liegen etwa zwei Jahre in denen das Duo die Welt nicht nur bespielt, sondern auch von ihr gelernt hat. “The Race For Space” überrascht und überwältigt. Es bewegt, bekommt durch die dokumentarischen Mitschnitte eine unglaubliche Tiefe und hat trotzdem noch einen gewissen Spritzer Charme verpasst bekommen.
Die Kombination aus Postrockelementen und Orginalen Sprachsampels ist nicht neu, ich möchte da mal an Man or Astromen erinnern, die das schon seit 20 Jahren machen – aber nichts desto trotz funktioniert es bei Public Service Broadcasting ganz hervorragend und macht richtig Spaß.

(die venus schweigt...) - das will ich nun auch machen, wir hören nun den Hit des Albums „Gagarin“, der dem ersten Mensch im All gewidmet ist. Eine merkwürdiger Mix aus Rock und Funk, a´la Phil Collins!

(dennis klostermann)

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