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Tonspur vom 29.02.2016

The Arrogants – No Time To Wait -


Seit Jahren kommen gerade aus den Vereinigten Königreich eine menge Bands, die irgendwie heißen, um die ein Riesenwirbel gemacht wird, die alle samt und als einzige den Rock an sich retten würden. Stellt sich die Frage vor wem dieser „Rock“ eigentlich gerettet werden muss, vielleicht vor zu viel Einflussnahme der britischen Musikpresse, oder der Musikindustrie, der mittlerweile die Superlative ausgehen. Seit circa 25 Jahren immer das gleiche Argument. Gut es ist mittlerweile auch eine neue Generation von Musikern als auch eine neue Generation Publikum am Start und nur so alte Leute wie ich erinnern sich noch an die gute alte Zeit.
Damals kam der Begriff Brit Pop auf und die Protagonisten waren Bands wie Oasis oder Blur, Primal Scream, Kasabian, Placebo usw. die Liste ist lang und gut.
Oft zeichnet sich die Bands durch ein Arrogantes Gehabe aus, was aber trotz allem beim Publikum gut ankam, warum auch immer.
Nun gibt es die Band zum Begriff Arrogant – The Arrogants! Das wurde aber auch langsam mal Zeit und lustigerweise kommen sie nicht mal aus England, sondern aus Frankreich

The Arrogants begannen vor Jahren als ein Duo aus 14jährigen Burschen, ein Jahr später schon ein Trio aus 15 jährigen und nun sind sie zu fünft und haben ihren ersten Longplayer herausgebracht. Neustes Mitglied ist ein weiterer Gitarrist, was den musikalischen Druck erhöht. Das ist auch das Markenzeichen Band wilder ungeschliffener Rock n Roll oder wie man es in Fachkreisen nennt „Garage – Rock“

Mit „No Time To Wait“ beginnt auch die Platte, einfache klare Akkorde unterstützt von einer treibenden Orgel, die Band macht damit klar das sie eben keine Zeit haben, warum eigentlich aber so sind sie die jungen Leute immer auf Achse, die Entdeckung der Langsamkeit ist nicht ihr Ding, vielleicht später, aber nicht auf dieser Platte.
Denn es geht weiter mit der Aufforderung „Move“ also los beweg dich Hörer – ich sehe vor meinem inneren Auge diverse schwarz weiße krisseliche Bilder auf dem sich merkwürdig gekleidete Personen ekstatisch bewegen in recht merkwürdigen Moves, Bilder aus den 60zigern, wo diese Art von Musik erfunden wurde, wo sie wild frisch und neu war.
Dieses Gefühl, wie es wohl damals war bekommt man bei dieser Platte, hier geht es um Kraft, Atmosphäre und Spaß und nicht unbedingt darum perfekt zu sein - „I´m No Fucking Mozart“ singt der Sänger Thomas Babczynski und spricht damit sicher für die ganze Band. Was heißt hier eigentlich singen, wie singt man eigentlich arrogant, man nöhlt die Texte und erinnert vielleicht an einen frühen Mick Jagger, für Die dienur wenige Leute aus der Rockmusik kennen, für Insider würde ich den Gesangsstil eher mit Marc E. Smith von The Fall vergleichen.

Bei so viel emotionaler Zeitreise zwischen den 60zigern und heute verwundern Songs wie “UFO” und “Mr. Devil” nicht, den wer was reissen will muß ungewöhnliche Wege gehen und sich vielleicht auch mit zwielichtigen Leuten einlassen – jedenfalls musikalisch. Obwohl man im realen Leben sich durchaus mit Könnern zusammen getan hat, produziert wurde das Album von Healer Selecta von den Dustaphonics und Pete Maher der bei keinen geringeren als U2, The Killers, die Rolling Stones, und Jack White an den Reglern saß.

Also - “No Time To Wait” ist ein klasse Album um den Frühling zubegrüssen und den winterlichen Trübsinn zu vertreiben. Wir hören nun “The Arrogants Theme” - die Hymne der Band!

(dennis klostermann)

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