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Kommentar

Kommentar vom 18.05.2010

Wenig Segen - viel Leid - Seit nun fast vier Wochen fließt tagtäglich eine nicht vorstellbare Menge Öl in den Golf von Mexiko. Mindestens vier Millionen Liter pro Tag, inzwischen also mehr als 100 Millionen Liter – nach den niedrigsten Schätzungen. Dazu kommen noch gut zwei Millionen Liter einer Chemikalie, die das Öl binden soll und von der niemand weiß, ob sie hilft oder das Ganze über kurz oder lang noch schlimmer macht. Von US-President Obama ist wenig zu hören. Ihn scheint es nur zu interessieren, dass BP den Schaden, den der Ölmulti anrichtet, auch bezahlt. Da dieser natürlich versucht, die Schuld anderen Beteiligten in die Schuhe zu schieben, deutet sich schon an. Aber letztendlich ist es egal, wer welche Summe bezahlen wird, denn der ökologische Schaden ist nicht in Geld zu beziffern.

Mal wieder ist der moderne Mensch in seiner gnadenlosen Rücksichtslosigkeit dabei, ein Ökosystem dauerhaft zu zerstören. Ein tragischer Unfall wäre es gewesen, versuchen manche zu beschwichtigen. So wie auch die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl ein unvorhersehbarer Unfall gewesen sei. Diejenigen, die vor Atomkraft oder immer riskanteren Offshore-Bohrungen warnen, werden dagegen auch weiterhin diskreditiert werden. Lobbyisten der verantwortungslosen Unternehmen und die ebenso verantwortungslose Masse der Menschen wird solche Katastrophen auch weiterhin als Kollateralschaden abtun, als Risiko, das man eingehen müsse, um unseren Lebensstil aufrecht erhalten zu können. Damit man auch weiterhin jederzeit an jeden Punkt der Erde gelangen kann. Wenn aber die Zerstörung der Erde durch die Bestie Mensch ungemindert fortgesetzt wird, wird es keinen Grund mehr geben, noch irgendwohin gehen zu wollen. Kritikern unseres kaum hinterfragten Lebensstils wird gerne vorgeworfen, sie wollen uns zurück ins Mittelalter befördern. Warum eigentlich nicht? Wenigstens ein bisschen Mittelalter würde uns gut tun; vor allem ein wenig frühmittelalterliche Demut und Respekt vor der Erde.

(Oliver Kröning)

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