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Hörbuchrezension

Hörbuchrezension vom 19.05.2009

Werner Bräuning: Rummelplatz - Schlimmer als die Ruinen sind kurz nach Kriegsende die Entwurzelung und der desolate Zustand der Menschen. In der "Wismut", dem riesigen Abbaubetrieb für Uranerz, treffen sie aufeinander, die Heimkehrer und Glücksritter, deutsche Bergleute und sowjetische Schachtleitung. Dieser Staat im Staate spiegelt die Situation in der einen deutschen Republik, den verbissenen Aufbauwillen ebenso wie sich abzeichnende Fehlentwicklungen, die am 17. Juni 1953 kulminieren. Werner Bräunig schlägt in seinem Roman den Bogen vom Erzgebirge bis zum Rhein.

Werner Bräunig wurde 1934 in Chemnitz geboren. Nach einer Schlosserlehre arbeitete er in verschiedenen Berufen und schlug sich auch als Gelegenheitsarbeiter in Westdeutschland durch, ehe er in die DDR zurückkehrte und unter anderem kurze Zeit im Uranbergbau der Wismut-AG beschäftigt war. Mitte der fünfziger Jahre begann er zu schreiben und galt bald als große Hoffnung der jungen DDR-Literatur. Man ließ ihn, den schreibenden Arbeiter, den Aufruf zur Bitterfelder Konferenz verfassen, dessen Slogan "Greif zur Feder, Kumpel" berühmt wurde. Nach einem Studium am Literaturinstitut "Johannes R. Becher" war er dort Dozent. Dann aber wurde 1965 ein Vorabdruck aus dem Roman "Rummelplatz" auf dem berüchtigten 11. Plenum der SED so heftig angegriffen, dass der Roman nicht mehr erscheinen konnte. 1976 starb Werner Bräunig in Halle mit 42 Jahren.

Werner Bräuning: Rummelplatz
Gelesen von Jörg Gudzuhn
6 CDs, 476 Minuten
ISBN 978-3-89813-674-7
29,99 €
Erschienen bei: Der Audio Verlag, www.dav.aufbau-verlag.de/

(Burkhardt Kolbmüller)

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