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Hörbuchrezension

Hörbuchrezension vom 28.10.2008

Francis Durbridge: Paul Temple und der Fall Alex - Heute geht es um ein Kriminalhörspiel aus der Paul Temple-Reihe, nämlich um den „Fall Alex“. Francis Durbridge, der Erfinder von Paul Temple war einer der erfolgreichsten Kriminalschriftsteller des 20. Jahrhunderts. In den fünfziger und sechziger Jahren war er in England und Deutschland ein Garant für spannende Unterhaltung. Seine Fernsehkrimis »Das Messer« oder »Das Halstuch« waren damals wahre „Straßenfeger“.

Durbridge hatte nach seinem Englisch-Studium nur kurz als Börsenmakler gearbeitet und schon früh begonnen, sich ganz seiner Berufung – dem Schreiben – zu widmen. Von 1938 an war er 30 Jahre lang Hörspielautor für die BBC. In dieser Zeit hat die englische BBC ganze 29 Paul Temple-Hörspiele produziert. Die deutschen Paul Temple-Hörspiele inszenierte der WDR in den 50er- und 60er-Jahren.

Die Detektivfigur Paul Temple ist ein Londoner Kriminalschriftsteller und nebenbei ein meisterlicher Hobbydektektiv. Immer wieder wird er in Fälle verstrickt, die er dann mit viel Intelligenz und Charme löst – wofür er unter anderem auch bei Scotland Yard berühmt-berüchtigt ist.

Der Fall Alex beginnt im Zug. Dort wird die junge Schauspielerin Norma Rice vergiftet aufgefunden. Auf der Fensterscheibe steht mit Kreide „ALEX“ geschrieben . Derselbe Schriftzug stand schon 6 Monate zuvor auf der Windschutzscheibe des erschossenen Richard East. Scotland Yard ruft Paul Temple zu Hilfe. Dieser will erst nicht so recht, weil sein neues Buch fertig werden muss. Am selben Abend ist er zu einem BBC-Interview geladen. Als ein anderer anwesender Interviewgast (Sir Earnest Crambury) während der Aufzeichnung an einem Herzanfall stirbt, murmelt er Paul Temple kurz vor seinem Tod noch etwas von einem Brief und von „ALEX“ ins Ohr. Damit ist Paul Temple endgültig in den Fall verstrickt.

Wie immer löst er den Fall – mit subtilem Humor, intelligentem Gespräch und nicht zuletzt mit Hilfe seiner Frau Steve. Am Ende gibt es die für britische Krimis typische Auflösung, unter Anwesenheit aller Verdächtiger.

Empfehlenswert für Krimi-Fans und alle, die sich gern bei grau-trübem Herbstwetter mit einer Tasse Tee der gemütlichen britischen Erzählatmosphäre hingeben möchten. Zwischen den Kapiteln gibt es außerdem schönen 60er-Jahre Swing von Hans Jönsson zu hören. Alles in allem also so gemütlich, unterhaltsam und spannend wie ein Miss Marple-Fersehkrimi.

„Paul Temple und der Fall Alex“ von Francis Durbridge
3 CDs, Gesamtlänge: ca. 185 min
inszeniert von Otto Düben
produziert vom Westdeutschen Rundfunk 1968
und neu aufgelegt vom Hörverlag 2005
Preis: 19,95 EUR

(Claudia Solle)

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