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Spielerezension

Spielerezension vom 29.08.2011

Im Wandel der Zeiten - Das Würfelspiel - Verspürt nicht beinahe jeder irgendwann mal den Wunsch, die Entwicklung der Zivilisation noch einmal von ganz vorn zu beginnen? Wenn es in der Realität damit auch schwierig sein dürfte, zumindest spielerisch gibt uns der Spieleautor Matt Leacock heute die Möglichkeit dazu in die Hände.
Vor rund viertausend Jahren erlebten unsere Vorfahren mit der Bronzezeit an vielen Stellen Europas, Arabiens und Asiens ein höchst schöpferisches Zeitalter. Mit Hilfe der Gieß- und Schmiedekunst entstanden neue Werkzeuge und Kunstgegenstände, aber auch Monumente und technische Konstruktionen gaben den unterschiedlichen Zivilisationen neuen Schub.

Zu Zweit, Dritt oder Viert versuchen wir, eine eigene Zivilisation im bronzezeitlichen Rahmen zu entwickeln und mindestens heil, besser noch im Aufschwung und siegreich über die Runden zu bringen.
Jeder hat vor sich ein Holztableau mit sechs Reihen voller Bohrungen.
Da hinein passen verschiedenfarbige Holzstifte, die Metall, Stoffe, Töpferwaren, Stein, Holz und Nahrung symbolisieren.
Außerdem erhält jeder ein Blatt, das uns in hervorragender Form den Ablauf des Spiels verdeutlicht und auf dem wir Ergebnisse und Errungenschaften, die wir während des Spiels erzielen, eintragen können.
Damit behalten wir stets die Übersicht über das Spielgeschehen, zumindest, was den eigenen Bereich betrifft.

Unser Startkapital sind drei Städte, deren Anzahl wir mit Fleiß auf 7 erhöhen können. Die Menge der Städte bestimmt auch die Anzahl der Würfel, die wir benutzen dürfen. Die Würfel wiederum geben uns die Möglichkeit Waren zu erlangen, die Bevölkerung zu vergrößern, die dann wiederum Städte und Monumente bauen oder um Geld zu machen. Doch jede Chance birgt auch die Gefahr einer Katastrophe in sich. Und so sehen wir uns mal schneller, mal langsamer mit Hungerkatastrophen, Invasionen, Seuchen und Aufständen konfrontiert, die jede mühsame Aufbauarbeit um Generationen zurückwerfen. Also heißt es aufpassen und klug vorsorgen.

Haben wir das ausreichend getan, können wir auch Errungenschaften ausbilden, die uns vor Dürre, Hungersnot, Pest und ähnlichen unschönen Dingen schützen oder uns zusätzliche Bildung und Fähigkeiten bescheren.
Ständig versuchen wir, Mangel zu vermeiden, aber je mehr Gebäude aus dem Boden wachsen und je mehr Menschen unsere Zivilisation bevölkern, desto härter kann es uns treffen, meist in der Form von Minuspunkten.

Im Wandel der Zeiten ist eine einfache, aber ziemlich pfiffige Simulation mit einem ordentlichen Schuss Würfelglück. Neu ist die Idee des Themas zwar nicht, aber auf eine schlichte und ansehnliche Art umgesetzt. Und wenn die Mitspieler doch nicht wie verabredet erscheinen, „Im Wandel der Zeiten“ lässt sich auch allein spielen. Dabei kann man ausprobieren, wieviel Punkte sich in einem bestimmten Zeitrahmen erreichen lassen.
Die Spielanleitung scheint mit 6 A4-Seiten recht umfangreich, sie ist aber mit Spiel- und Bildbeispielen gespickt und im Übrigen so klar und detailiert verfasst, dass keine Fragen offen bleiben.

 Im Wandel der Zeiten - Das Würfelspiel von Matt Leacock ist beim Pegasus-Verlag erschienen. 1 bis 4 Spieler ab 8 Jahren dürfen mitmachen, die Spieldauer beträgt ungefähr 40 Minuten und der Preis liegt bei rund 25 €;

(Shanghai Drenger)

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