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Tonspur

Tonspur vom 15.04.2012

Shearwater "Animal joy" - Es gibt Platten, für die reichen Worte nicht aus. Nicht etwa, weil es an Vokabular mangelt – nein – sondern weil die Energie, welche die Platte trägt, mit Worten schwierig zu beschreiben ist.
Eine eben solche Platte möchte ich euch heute vorstellen.
Es handelt sich um das neue Album der Band SHEARWATER namens „Animal Joy“.

SHEARWATER.
Ein Trio aus Austin, der Hauptstadt des us-amerikanischen Staats Texas.
Ein Trio, das bereits seit 11 Jahren musiziert und nun ihr 7. Studioalbum herausbrachten.
Ein Trio, das einmal mehr bewies, dass sie es verstanden haben, die schmale Gratwanderung zwischen bahnbrechender Tiefe und filigraner Leichtigkeit zu vollführen.
Denn das ist sie – die neue Scheibe „Animal joy“.
Ein Album mit elf Songs, die alle von einer großen Energie getragen werden. Und jetzt kommt das schwierige, diese Energie mit Worten zu beschreiben. Für SHEARWATER ist sie typisch. Aber bis zum jetzigen Zeitpunkt kennt noch nicht jeder diese Band. Oder etwa Du?
Die Energie ist sehr kraftvoll, und das bei minimalem Aufwand. Dabei versteht es das Multi-Instrumenten-Talent Jonathan Meiburg, der Kopf der Band, die Songs sehr detailreich zu arrangieren. Kein Ton ist zu viel – oder zu wenig. Weniger ist eben manchmal mehr.
Und dann diese Emotionen! So unterschwellig kriechen sie in dein Herz und auf einmal versteht man, was dir der Sänger sagen will – ohne seine Worte zu verstehen. In diesem Moment begreift man die Energie – und damit die Seele dieses Albums.

Der beim ersten Höreindruck entstehende Minimalismus entpuppt sich nach mehrmaligem Hören als endlose Reise ins akustische Nirvana. „Animal Joy“ ist ein Album, welches man metaphorisch mit einer Pflanze vergleichen könnte. Von weitem ein schnell erfassbares Gesamtkonstrukt, bei genauerer Betrachtung oder – wie hier – bei genauem Ohrenmerk ein sehr filigranes Zusammenspiel von vielen kleinen Details und liebevollen Ideen. Eine Platte, die öfter gehört werden will und muss, in ruhigen Momenten. Und diesen Wunsch werdet ihr nach dem ersten Gesamteindruck verspüren – das verspreche ich euch.

Hat „Animal joy“ Mankos?
Hm. Es ist womöglich nicht ganz so eingängig wie das Vorgängeralbum „The Golden Archipelago“. Beim ersten Höreindruck sticht nichts so recht heraus, außer dem 2. Track „breaking the yearlings“, den ihr im Anschluss gleich hören werdet. Insgesamt aber sind die Songs deutlich facettenreicher, verträumter und sinnlicher als je zuvor, DAS aber auf eine beinah extrovertierte Art und weise mit viel Tiefgang.
Ist euch nicht bildhaft genug?
Mir auch nicht. Worte reichen eben manchmal nicht aus.
Deshalb gibt’s jetzt hier den angekündigten 2. Song vom Album „Animal joy“ der Band SHEARWATER – Breaking the yearlings
… das Album der Woche, hier bei der TONSPUR auf Radio Lotte Weimar

(juli thiele)

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