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Tonspur

Tonspur vom 17.06.2012

Electric Guest - Mondo -

Ja Mann! Ich freu mich vielleicht! Endlich hab ich mal wieder ein Album gefunden, das mir vom ersten bis zum letzten Titel gefällt. Warum mir das so auffällt? Nun – für die ganz Jungen unter Euch – ich wurde noch in einer Zeit sozialisiert, in der man Musik auf diesen großen oder kleinen, schwarzen oder silbernen Scheiben gekauft hat. Als man also noch nicht im Internet komplette Alben vorhören konnte und anschließend nur die Titel lud, die einem auch wirklich gefallen. Als man sich noch wahnsinnig ärgerte, wenn man von einer Band nur ein, zwei Lieder kannte und nach dem Album-Kauf im Laden – ja, Musik gab es damals noch in Geschäften mit menschlichen Verkäufern –; also, als man beim ersten Anhören feststellte, dass der Rest der Platte Mist ist. Was haben wir uns aber gefreut, wenn die gekaufte „Katze im Sack“ plötzlich doch insgesamt Spaß machte. Und dieses Gefühl hatte ich zuletzt wieder, als ich – nach monatelanger Vorfreude – endlich das Album von „Electric Guest“ hören konnte – eine Platte, die wirklich alle meine Erwartungen erfüllt hat!
Electric Guest, das sind ursprünglich Asa Taccone und Matthew Compton. Beide kommen aus Los Angeles und werden mittlerweile durch die Geschwister Todd und Tory Dahlhoff ergänzt. Musikalisch erinnert mich die Band sehr stark an eine Soul-Variante von MGMT. Sie selbst sehen das allerdings, oder besser natürlich anders. Mit ausgereifter Musiker-Attitüde sagt Taccone über seine Vorbilder: „Ich habe ein großes Herz für schreckliche Musik. Deshalb werde ich einen Teufel tun und erzählen, was mich beeinflusst.“ Mmh, gut. Dann eben nicht…. – hole ich mir meine Infos halt woanders.
Produziert wurde das Ganze nämlich von keinem geringeren als Brian Burton. Und der ist leichter zu verorten – den meisten Lotte-Hörern dürfte er nämlich als „Danger Mouse“ oder in Projekten wie Gnarls Barkley, Gorillaz und den Black Keys bekannt sein. Klar, dass bei dem Tausendsassa der Einfluss hörbar ist. Und so kommt „Mondo“ überwiegend „indie-pop-soulig“ daher, wofür vor allem Taccones Kopfstimme verantwortlich zeichnet. Aber es gibt auch jede Menge Basslines, Breaks, Dancefloor-Gedöns, einen Synthie-Schmachttitel und eine Pop-Ballade, die eigentlich aus drei Titeln besteht. „Troubleman“ wird aber – trotz neun Minuten Länge – keine Sekunde langweilig. Synthie, Bass, Heimorgel und Chor passen hier einfach perfekt zueinander. Und das will ich Euch zeigen.
Hier sind Electric Guest mit Troubleman.

(Christian Faludi)

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