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Tonspur

Tonspur vom 24.06.2012

Beatles - Sgt. Peppers Lonely Hearts Club - Es ist so simpel, wie wahr. Die Popmusik von heute wäre nicht so, hätte es nicht "The Beatles" geben. Sie haben nicht nur die Musiklandschaft verändert, sie haben auch mit ihrem Album "Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band" die Musikindustrie verändert. Eingespielt in sagenhaften 129 Tagen mit einem noch nie da gewesenen Aufgebot an Menschen und Material, gilt das berühmte Sgt. Pepper-Album der Beatles als Magnum Opus der Populärmusik des 20. Jahrhunderts. Nie zuvor war ein Tonträger in solcher Vielfalt strukturiert, mit solcher Klangfülle produziert und so wegweisend in der Art, wie Musik entstand. Ganz zu schweigen von der studiotechnischen Aufbereitung. Beim Erscheinen am 1. Juni 1967 gab es keinen Zweifel mehr, dass die Single als bestimmendes Tonträgerformat endgültig von der Langspielplatte abgelöst und die Langspielplatte zum Album, gar zum Konzeptalbum würde.

It was twenty years ago today. Twenty? Inzwischen ist es 45 Jahre her, dass ein gewisser Sgt. Pepper seine Band auf Tournee schickte, eine Band mit dem eigenartigen Namen "Sgt. Peppers Lonely Hearts Club Band". Und erst die Musik, die sie machte: knalligen Rock, schräge Walzer mit Vaudeville-Anklängen, indische Sitarklänge, dann wieder symphonische Einlagen eines Orchesters. Die Welt staunte gewaltig, als die Beatles am 1. Juni 1967 ihr Meisterwerk herausbrachten: "Sgt. Peppers Lonely Hearts Club Band", eines der ersten Konzeptalben der Popmusik.

Vorausgegangen waren die bittersten Monate, die die Fab Four je durchleben mussten: Massenhysterien, Morddrohungen, Konzerte, die misslangen (der Lärm war so ohrenbetäubend, dass sich die Musiker selbst nicht mehr hören konnten), Tourneeorte, die sie fluchtartig verließen.
All das führte dazu, dass die Beatles gemeinsam beschlossen, nie wieder live aufzutreten. John Lennon formulierte es damals so: "Wenn wir nicht touren müssen, können wir die Musik aufnehmen, die wir nicht live zu spielen brauchen. Und das bedeutet: Wir können etwas schaffen, das man noch nie gehört hat. Eine Schallplatte mit ganz neuen Sounds." Das Ergebnis ist bekannt.

Sgt Peppers dokumentiert
Übrigens: Sgt. Pepper wurde mit einer heute vorsintflutlich erscheinenden Vierspur-Tonband-Technik aufgenommen.

Am 1. Juni 1967 erscheint Sgt. Peppers Lonely Hearts Club Band in den Plattenläden. In GB stürzen sich die Fans auf das neue Album der Beatles – 500.000 werden in der ersten Woche verkauft; 1 Mio gar in den USA.

Viel Zeit ist seitdem vergangen, Zeit in der die jugendlichen Fans von 1967 inzwischen selber Kinder im Teenager-Alter oder gar Enkel haben.

45 Jahre sind aber auch ne Menge Zeit, um alles über die Beatles zu erzählen und aufzuschreiben – und das in dutzendfacher Ausführung...

Warum um alles in der Welt also noch ein Aufguss der immer gleichen Geschichte von den vier Livepooler Jungs, die aus den Kellern ihrer Stadt aufstiegen zur größten Rock`n Roll Band aller Zeiten – oder zumindest zur größten Legende aller Zeiten?

Genau darum: Weil die Beatles die ersten waren, weil sie Türen geöffnet haben, zu Räumen in der Popmusik, die nach ihnen alle betreten konnten...

Ganz gleich, ob man ihre Musik mag oder nicht – das ist gar nicht die Frage, um die es geht; sie haben unvergängliche Musik geschrieben, die noch Jahrzehnte nach ihrem Ende als Band die Menschen in aller Welt fasziniert – und auch damit stehen sie ziemlich einzigartig da, oder kann sich irgendjemand vorstellen, dass im Jahr 2057 eine Platte mit den Nummer-Eins-Songs von Britney Spears, Robbie Williams oder den Helden von DSDS 2012 noch irgendjemanden interessieren wird?

Sollte die Welt 2057 noch existieren ,die Menschen noch Musik hören und sollte es noch Radiostationen geben – und davon gehe ich mal aus, wird es mit Sicherheit aber weltweit hunderte Beiträge wie den meinigen heute geben: Man wird sich an den 1. Juni 1967 erinnern und man wird „Sgt.Peppers“ auflegen, so wie wir heute.

I’d love to turn you on

(Frank Witte)

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