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Tonspur

Tonspur vom 03.07.2012

CRO- Raop -
Schaut man sich mal die Geschichte des Hip-Hop in Deutschland an, dann ist das ein gewaltiges auf und ab. In den 90er Jahren erlebte die Rap-Musik hierzulande ihren ersten Höhepunkt, mit Gruppen wie den Fantastischen Vier, den Absoluten Beginnern, Fettes Brot oder Blumentopf. Beats nach amerikanischem Vorbild und deutsche Texte bestimmten das Genre. Zur Zeit der Jahrtausendwende wurde es „In“ alleine zu singen. Dabei musste man besonders fies klingen und ganz viele Schimpfwörter benutzen. Man denke an Bushido, und andere Gangsters. Worauf ich hinaus will, ist, dass jetzt gerade wieder eine neue Phase beginnt. Und einer ist dabei ganz wichtig.

Carlo singt unter dem Pseudonym Cro, trägt eine Panda-Maske und keiner weiß so richtig, wer er ist. Ende letzten Jahres wurde er bekannt durch das Lied Easy, dessen Youtube-Video aktuell über 21 Millionen mal angesehen wurde und für welches er eine goldene Schallplatte erhielt.
Im Jahr 2011 veröffentlichte er die beiden kostenlosen Mixtapes Meine Musik und Easy.
Der junge Rapper ist bei dem kleinen stuttgarter Indie-Label Chimperator unter Vertrag und singt sich derzeit in die Ohren vieler Jugendlicher. Seine Musik spricht eine breite Menge an, was ziemlich sicher an dem neuen Genre liegt, dass er vertritt. Raop nennt er das, eine Mischung aus Rap und Pop. Dieser Mix gefällt vor allem denen, die eigentlich nicht so sehr auf Hip-Hop stehen. Sounds von Klassikern werden neu arrangiert und mit hippen deutschen Texten versehen.

Am 6. Juli erscheint nun Cro's erstes Album und das trägt auch gleich den Titel Raop. Der junge Künstler hat bis auf wenige Titel alles selber produziert. Zum Beats bauen hat er alle Klänge verwendet, die man sich nur so vorstellen kann. Ein fluffiges Klavier, rockige Gitarren, brummende Bässe oder 80er Synthie-Pop schaffen einen abwechslungsreichen Sound. Für Chiller und Tänzer ist alles dabei. Cro versucht nach eigener Aussage Hip-Hop populär zu machen. Er ist unbekümmert und verbreitet gute Laune. Es sind Texte über Geld, die erste Liebe oder einfach nur das Leben, die sich durch das ganze Album ziehen. Manchmal fehlt ein wenig die Tiefe, aber darauf ist der Stuttgarter auch nicht vorrangig aus. Er macht das, worauf er Bock hat und hat damit bis jetzt auch viel Erfolg.

Cro muss nun unter Beweis stellen, was er alles noch drauf hat. Für die erste Scheibe ist Raop auf jeden Fall gut gelungen und wird für den ein oder anderen sicherlich zum Sommer-Soundtrack. Zum Abschluss dieser Tonspur kommt nun der Song, durch den der Mann mit der Panda-Maske bekannt wurde. Hier ist Cro mit Easy.

(Gregor Ryl)

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