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Spielerezension

Spielerezension vom 01.08.2012

FREITAG - Allen Gesellschaftsspielen liegt die Idee der Geselligkeit und der Gemeinschaft zu Grunde. Was aber, wenn man aus diversen Gründen keine Gesellschaft zur Verfügung hat, wie weiland Robinson Crusoe auf seiner einsamen Insel? Dann spielt man solitär. Es sei denn, man trifft jemanden wie Freitag und hat einen Spielpartner – oder Freitag trifft jemanden wie Robinson.

Letztere Situation ist die wohl passendere für das Solitärspiel von Friedemann Friese aus dem 2F-Verlag. Der Spieler oder die Spielerin dieses Kartenspiels schlüpft für die Zeit des Spieles in die Rolle des Eingeborenen namens Freitag. Bis zum Erscheinen dieses Robinson auf der Insel hatte der nämlich seine geliebte Ruhe. Damit ist es nun aber vorerst vorbei, vorerst, denn Freitags Ziel ist, diesem läppischen bleichen Kerl beizubringen, die Gefahren der Insel zu meistern und schlussendlich einen Kampf gegen Piraten zu gewinnen, damit ein Schiff für die Heimreise verfügbar ist.

Robinson allerdings ist tollpatschig und ziemlich schwer von Begriff, weswegen es beinahe unzähliger Anläufe brauch, ihm die simpelsten Dinge beizubringen, soll heißen, ihn die ersten – noch leichten – Angriffe überstehen zu lassen.
Gelingt dies, folgen bald darauf die nächsten. Die aber verlangen dem Schützling immer mehr Gegenwehr und Kraft ab, so dass es anfangs häufig vorkommt, dass uns der Robinson einfach so vor die Seehunde geht.

Glücklicherweise kann man sich bei diesem Spiel immer wieder aufs Neue probieren.

Die Inselausbildung des Robinson Crusoe vollzieht sich über die Verbesserung eines Kartendecks, mit dem Freitag spielt. Mit anfänglich nur wenigen Kampfkarten trotzt Robinson den Gefahrenkarten, oder auch nicht. Geht ein Kampf siegreich aus, gewinnt Robinson Erfahrung durch eine wertvolle neue Kampfkarte, geht er verloren, verliert Robinson Lebenspunkte, kann dafür aber unliebsame Karten aus dem Spiel werfen. Sind die Kampfkarten alle, werden sie neu gemischt und stehen wieder zur Verfügung, diesmal allerdings ergänzt durch gewonnene Kampfkarten und eine Tollpatschkarte, die Robinson möglicherweise arg zurück wirft.

Eine ausgeklügelte Regel, die das Spiel übrigens ziemlich Tollpatsch-sicher erklärt, führt den einsamen Zocker durch ein unterhaltsames, ca. eine halbe Stunde dauerndes Inselabenteuer. Am Anfang ist es vollkommen normal zu verlieren, denn die geeignete Strategie des Überlebens der drei Schwierigkeitsstufen will erstmal erarbeitet werden. Gelingt dies eines Tages, steht nun noch der Kampf gegen die Piraten auf der Tagesordnung. Zur Belohnung darf man sich auf einer Liste das Datum und den Punktestand notieren, um bei nächster Gelegenheit diesen „Rekord“ zu überbieten.

Die Punkteliste kann man sich zur Not kopieren oder aus dem Netz laden, ebenso wie eine Spielunterlage; nicht unbedingt notwendig, aber ein netter Gimmick ganz nebenbei.
Freitag spielt sich nach einer Eingewöhnungsphase relativ schnell und reizt stets zu einer neuen Runde. Die Jury zum Kennerspiel des Jahres hat das handliche Päckchen übrigens auf die Empfehlungsliste gesetzt.

Freitag von Friedemann Friese bei 2F, ein Spieler ab 10 Jahren, ca. 30 Minuten, ca. 10-12 €
www.2f-spiele.de

(Shanghai Drenger)

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