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Tonspur

Tonspur vom 21.07.2013

Queens of the Stoneage - ...like Clockwork! - Ich kann nicht sagen, das ich je ein riesen Fan der “Queens Of The Stone Age” war. Keine Ahnung warum, irgendwas an dem Rhytmus störte mich oder auch das die Band so hoch gelobt wurde. Man konnte immer davon ausgehen, das die Platte in der Jahresendabrechnung mindestens unter den ersten drei Platten landete. Monatelang wurde berichtet, das die neue Platte kommen wird, dann kam sie und natürlich war sie super oder sogar wahnsinnig super und natürlich am Ende Platte des Jahres. Meine Platten des Jahres tauchten immer erst ganz hinten, wenn überhaupt auf! Da muß man doch Verschwöhrung wittern, erst recht in Zeiten wie diesen. Vielleicht habe ich es auch Josh Homme übelgenommen eine Band wie Kyuss aufgelöst zu haben, wie kann er nur. Zumal man immer irgendwie denkt, der Sänger müßte gleichzeitig auch der Mastermind der Band sein und wie kann sich da der Gitarrist der Band so aufspielen. Naja, weil er es eben kann ,das Spielen.Aber das sind alte Kamellen.

Immerhin ist …?Like Clockwork auch schon das sechste Album der Band und alles was Rang und Namen und “bei drei nicht auf dem Baum ist” hat schon in den letzten Jahren bei den Queens Of The Stone Age gespielt. Aber es ist in erster Linie Josh Homme´s Band .Diesmal ist leider der Schlagzeuger Joey Castillo verlustig gegangen, Allzweckwaffe Dave Grohl übernahm kurzfristig. Allerdings ist Castillo ebenfalls zu hören, genau wie Tour-Drummer Jon Theodore. Weiterhin schauten im Studio vorbei: Hommes Ehefrau Brody Dalle, Alex Turner (Arctic Monkeys), James Lavelle (UNKLE), Jake Shears (Scissor Sisters) und mal wieder Oliveri, Mark Lanegan und Trent Reznor. Übertreibt er es jetzt mit den Gästen? Niemals. Wo Queens Of The Stone Age draufsteht, ist Josh Homme drin – das war so, das bleibt so.

Um es gleich mal vorwegzunehmen, …?Like Clockwork ist eine Hammerplatte, aber echt! Der Albumtitel ist ironisch zu nehmen, den die Entstehung der Platte ist alles andere als reibungslos abgelaufen, Verhaftung, Herzstillstand, Wutausbrüche, Drogen , das ganz normale Rockerdasein eben. Vielleicht auch nur weil der Mann 40 geworden ist

Der erste Song “Keep Your Eyes Peeled” ist eine schleppende Blusenummer, nein schleppend triffts nicht, Gitarre und Bass mäandern sich magma artig durch den Song, wie ein grosses verwundetes Tier das echt sauer ist. Oder wie im Video zu sehen ein bandagierter Typ, der scheinbar massive Probleme mit seiner Umwelt hat und die mit Gewalt zu lösen versucht.

Jeder Song ist für sich ein Ereignis, und wenn du glaubst zu wissen wo der Song hingeht, findest du dich woanders wieder, das ist spannend und aufregend. Vorallem in dem rotgeplüschten Zimmer wo Drama drauf stand und Porno drin war! Dazu packt Homme auch gerne seine feinste Falsettstimme aus!
Es gibt fast nichts, was es hier nicht gibt: eine hypnotisierende Blues-Ballade („The Vampyre Of Time And Memory“), zappeligen Surrealismus („My God Is The Sun“), Wüsten-Disco („Smooth Sailing“) dramatisch steigernde Melancholie in "I appear missing" und den Titelsong als krönenden Abschluss, ein fragiles Lied über Vergänglichkeit und Vergeblichkeit, das in der Erkenntnis mündet: „One thing that is clear/ It’s all downhill from here.“ Trotzdem klingt es gar nicht deprimierend.

Vielleicht sollte ich mir doch die alten Platten mal in Ruhe anhören, denn so schlecht ist das nicht und ich noch nicht zu alt um alte Vorurteile über Bord zu werfen.

Wir hören jetzt den Song „Fairweather Friends“ in erster Linie weil er natürlich voll ein fetzt, aber eben auch, weil gerüchteweise ein gewisser Elton John bei diesem Song mit gewirkt hat. Hören wir einfach mal genauer hin!

(dennis klostermann)

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