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Tonspur vom 18.08.2013

Les yeux d'la tete - Madones - Les Yeux d’la Tête – Madones

Sommerzeit ist Ferienzeit und Frankreich ist wohl eines der beliebtesten Urlaubsziele der Deutschen. Sofort hat man den Eiffelturm und die Lavendelfelder der Provence vor Augen; man denkt an Rotwein, Baguette und andere Köstlichkeiten. Nicht zu vergessen ist auch die französische Musik, seien es Klassiker wie Serge Gainsbourg oder Edith Piaf oder das, was in den letzten Jahren aus unserem Nachbarland über Radio und Internet zu uns drang, allen voran Zaz oder Carla Bruni.

Doch die französische Musiklandschaft hat noch mehr in petto, so zum Beispiel die Pariser Kombo Les yeux d’la tête, die sich vor zwei Wochen in der Kulturarena Jena die Ehre gab. Mit „Madones“ veröffentlichten die Musiker Ende letzten Jahres bereits ihr zweites Album und führen dabei einen ganz eigenen, unverwechselbaren Stil fort.

In Albumbesprechungen wird dieser Stil als „Balkan-Ska“ bezeichnet, als „Gypsy-Folk Rock“ oder „Anarcho-Polka“. Das musikalische Feuerwerk, das Les yeux d’la tête entzünden, ist tatsächlich zu farbenprächtig um es in Worte zu fassen. Während die Klarinette in zahlreichen Liedern einen Hauch von Weltmusik versprüht, erinnern die Akkordeonklänge ans Meer. Dazu gibt es Gitarre, Saxophon, Schlagzeug und immer wieder schnelle Tempowechsel.

Und auch „Madones“ gestaltet sich alles andere als eintönig. Da wären fast schon kitschige Chanson-Balladen wie „Des bouts de papier“, während die Ska-Einflüsse in Titeln wie „Peur de tout“ nicht zu überhören sind. In „La femme a barbe“ sind sogar Hip Hop und Elektro-Elemente zu hören und auch wenn das merkwürdig klingt – es funktioniert.

Nur die langsamen Stücke auf „Madones“ wirken durch die Produktion hin und wieder etwas weichgespült, ein Kritikpunkt, der vor allem im Konzert-Vergleich auffällt. Nicht umsonst genießen Les yeux d’le tête einen Ruf als grandiose Liveband und so hatten die Pariser auch das Publikum der Kulturarena schnell im Griff. Ungeachtet des einsetzenden Regens, sangen und tanzten sich die Zuschauer auf dem Theatervorplatz in Urlaubsstimmung.

Wer immer noch auf seinen Urlaub wartet oder bereits wieder aus den Ferien zurück im Alltag angekommen ist, dem sei empfohlen, Les yeux d’le tête einzulegen, sich mit einem Glas Rotwein in die Sonne zu setzen und von der Ferne zu träumen. Wir hören „Profitons-en“.

(Katja Lehmann)

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