Geplante Zalando-Standort-Schließung erntet Kritik
Nachricht vom 09.Januar 2026
Die angekündigte Schließung des Erfurter Zalando-Standorts stößt auf breite Kritik. So äußerte Ministerpräsident Mario Voigt, dass es Vertrauen nachhaltig beschädige, wenn der Standort geschlossen werde nachdem man Beschäftigen Sicherheit zugesagt und Leistungen eingefordert habe. Das treffe nicht abstrakte Zahlen, sondern tausende Familien in Thüringen, so Voigt. Von einem Schlag in das Gesicht der Beschäftigen sprach Matthias Adorf von verdi. Er verweist darauf, dass die Konzern-Führung angebe den Standort schließen müsse, weil die Infrastruktur veraltet sei. Sie habe jedoch im abgelaufenen Geschäftsjahr mehr als 500 Millionen Euro Gewinn vor Steuern gemacht, kritisiert Adorf. Der ehemalige Ministerpräsident, Bodo Ramelow, sprach von Raubtierkapitalismus. Zalando hatte bekannt geben, dass das Logistik-Zentrum in Erfurt Ende September geschlossen werden soll. Dadurch würden 2.700 Beschäftigte ihre Arbeit verlieren. Der Konzern habe die Absicht seine Logistikstruktur europaweit zu straffen und zu modernisieren, heißt es. (mt)
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