Aktuell - Nachrichten
Weimar-Nachrichten vom 27. Januar 2026
Bürgerbündnis gegen Rechts erinnert an Weimarer NS-Opfer
Zum heutigen Holocaust-Gedenktag hat Weimars Bürgerbündnis gegen Rechtsextremismus auf den Theaterplatz eingeladen. Dort soll mit einer Ausstellung und einem Infostand an Weimarer Opfer des Nationalsozialismus erinnert werden. Zu der Gedenkveranstaltung von 10 bis 12 Uhr können Blumen und Kerzen mitgebracht werden. - Der offizielle Gedenkakt vor dem ehemaligen Krematorium in der Buchenwald-Gedenkstätte beginnt um 12 Uhr. Zuvor ist zu einem Themenrundgang "Auschwitz – Buchenwald" geladen. Die Klassik-Stiftung öffnet von 11 bis 15 Uhr die Rebecca-Horn-Installation "Konzert für Buchenwald" im Straßenbahndepot des E-Werks. Dazu werden zwei kostenfreie Führungen angeboten. - Heute vor 81 Jahren haben Soldaten der Roten Armee die Überlebenden des größten NS-Vernichtungslagers, des KZ Auschwitz-Birkenau, befreit. wk
DLRG Weimar wird Viertbeste beim Bundesfinale der "SportSterne"
Weimars Ortsgruppe der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft hat beim Bundesfinale der "Sterne des Sports" den vierten Platz erreicht. Die DLRG Weimar schaffe mit ihrer Abteilung für Behinderten- und Rehabilitationssport echte Gemeinschaft und Lebensqualität für Ältere sowie Menschen mit Einschränkungen, so die Jury. Übergeben für den vierten Platz wurde gestern in Berlin ein Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro. Bundessiegerin mit 10.000 Euro wurde die "Turngemeinde Herford von 1860" aus Nordrhein-Westfalen. Der zweite und dritte Preis mit 7.500 und 5.000 Euro ging an Vereine in Sachsen und Baden-Württemberg. Der für den Publikumspreis nominierte Weimarer DLRG-Schwimmer Paul Verdin erreichte im Voting den zweiten Platz und 1.000 Euro. Doppelt soviel erhielt mit nur einem Prozent Vorsprung die Siegerin Denise de Vries vom VfL Rastede in Niedersachsen. wk
Gewerkschaft fordert Mindestlohn-Kontrolle
Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten NGG hat jetzt auch für Weimar mehr Zoll-Kontrollen beim Mindestlohn gefordert. Es sei nicht sicher, dass alle Chefs in der Kulturstadt tatsächlich 1 Euro 8 beim Stundenlohn im Januar draufzahlen. Arbeitgeber könnten versuchen, um die nunmehr 13 Euro 90 einen Bogen zu schlagen. Sie könnten die Arbeitszeit auf dem Papier nach unten schrauben, um den Stundenlohn passend zu machen, erklärt Thüringens NGG in einer öffentlichen Erklärung. Das Risiko für Mindestlohnbetrüger, erwischt zu werden, sei auch in Weimar viel zu gering. Vor allem die über 4.400 Mini-Jobber in Weimar sollten jetzt vom neuen gesetzlichen Mindestlohn profitieren, so die Gewerkschaft weiter. Wichtig sei deshalb, die Januar-Lohnabrechnung zu prüfen. Wer in Weimar in der Lebensmittelherstellung oder der Gastronomie arbeite, könne sich zur Kontrolle des Lohnzettels an die NGG wenden. wk
Ordnungsdienst holt keine Bürgergeldempfänger zur Arbeit ab
Weimars Ordnungsdienst wird keine jugendlichen Bürgergeldempfänger aufsuchen, die sich der Beratung und Betreuung durch die Arbeitsagentur entziehen. Ebenso werden auch keine gemeinnützigen Arbeiten angeordnet. Das stellte Beigeordnete Claudia Colb in der letzten Stadtratsitzung auf Bürgeranfrage klar. Die Anfrage bezog sich auf das Vorgehen in Nordhausen, wo versuchsweise junge Bürgergeldbezieher verpflichtet werden, für ein Euro 20 die Stunde bei Vereinen oder städtischen Einrichtungen zu arbeiten. Unwillige würden vom Ordnungsdienst abgeholt. In Weimar biete die Arbeitsagentur ausreichend Möglichkeiten, junge Menschen in Ausbildung oder Arbeit zu bringen, führte Kolb aus. Auch sei das Ordnungsamt nicht dazu da, Sozialrecht durchzusetzen. wk
Schnee und Glätte führen zu Unfällen und Verkehrsbehinderungen
Überfrorene Straßen und anschließender Schneefall haben Sonntagabend und gestern Morgen vor allem im Weimarer Land zu Unfällen und Verkehrsbehinderungen geführt. Wie heute die Funke-Lokalredaktion berichtet, war die Autobahn zwischen Weimar und Mellingen für Stunden komplett gesperrt, weil ein Krankenwagen ins Schleudern gekommen und gegen eine Leitplanke geprallt war. In der Folge sei es zu Auffahrunfällen gekommen, heißt es. Im Einsatz war demnach auch die Weimarer Feuerwehr. Insgesamt habe die Polizei zehn Verkehrsunfälle in Weimar und dem Landkreis aufgenommen. In der Stadt stürzte laut Blaulicht-Mitteilung eine 42-Jährige Radfahrerin und verletzte sich am Bein. Ein 21-Jähriger mußte abgeschleppt werden, nachdem er mit seinem Fahrzeug von der Straße abkam und an einen Bordstein stieß. Auch Verkehrsbehinderunen gab es vor allem im Weimarer Land. Berichtet wird von zwei Stunden Zwangspause für Busse. Überdies seien etliche Routen durch liegengebliebende LKW blockiert gewesen. In Weimar gab es einen halbstündigen Ausfall der Linie 7 in Schöndorf. wk







