Stadt trauert um Buchenwald-Überlebenden
Nachricht vom 16.Januar 2026
Der franzözische Buchenwald-Überlebende und Ehrenbürger Weimars, Raymond Renaud, ist tot. Er starb am Mittwoch, den 14. Januar, im Alter von 102 Jahren. Das teilte die Stadt unter Berufung auf das Internationale Komitee Buchenwald-Dora mit. Renauld war einer jener Überlebenden, die trotz ihres hohen Alters bis zuletzt nach Weimar reisten. Dies tat er, um zu erinnern, zu mahnen und mit Jungen Menschen ins Gespräche zu kommen. In den letzten zwanzig Jahren habe Renaud regelmäßig in Schulen mit Jugendlichen gearbeitet und Zeugnis von seinem Leben abgelegt. Laut Oberbürgermeister Peter Kleine, habe er uns gezeigt, dass Erinnerung warm, menschlich und zugewandt sein kann. Trotz all dem, was ihm in Buchenwald widerfahren ist, blieb er ein lebensfroher, humorvoller und gütiger Mensch. Raymond Renaud wurde am 13. Juli 1923 in Palinges geboren. Während der deutschen Besetzung Frankreichs wurde er mehrfach verhaftet - unter anderem wegen der Verteilung von Flugblättern. Im September 1943 wurde er nach Buchenwald deportiert. (mt)
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