Weimar übergibt 20. Menschenrechtspreis an Stellvertreter
Nachricht vom 03.Dezember 2014
Den 20. Weimarer Menschenrechtspreis will die Stadt am kommenden Mittwoch stellvertretend an Abgesandte der syrisch-orthodoxen und der griechisch-orthodoxen Kirche von Aleppo übergeben. Die Preisträger, Erzbischof Mor Gregoruis Yoanna Ibrahim und Erzbischof Boulos Yazigi sind weiterhin verschollen. Das waren sie schon, als sich der Stadtrat im Sommer für die Ehrung der beiden Syrer entschied. Sie wurden bereits im vergangenen Jahr von bewaffneten Gruppen entführt. Seit jenem Tag fehle von ihnen jedes Lebenszeichen, heißt es. Die christlichen Geistlichen hatten sich im andauernden Bürgerkrieg wiederholt für den Dialog zwischen den verschiedenen Religionsgemeinschaften eingesetzt. - Gleichzeitig fordert die Stadt erneut die Regierung von Mauretanien auf, Weimars Menschenrechtspreisträger von 2011 Biram Dah Abeid freizulassen. Der Kämpfer gegen die Sklaverei sitzt seit dem 11. November in Haft. Gegen die Festnahme protestiert und die sofortige Freilassung verlangt haben mittlerweile auch die Gesellschaft für bedrohte Völker, das deutsche Außenministerium, die Vereinten Nationen, Frankreich, die USA und viele weitere Nationen und Organisationen. (wk)
Weitere Nachrichten vom Tage







