Aktuell - Nachrichten
Weimar-Nachrichten vom 04. Dezember 2014
Stadt schreibt Wirtschaftspreis aus
Die Stadt hat wieder den "Weimarer Wirtschaftspreis" ausgeschrieben. Ausgezeichnet werden sollen herausragende Leistungen von Unternehmern und Gewerbetreibenden aus Weimar und dem Weimarer Land. Der alle zwei Jahre verliehene Preis soll am 14. April kommenden Jahres in einer Festveranstaltung in der Weimarhalle verliehen werden - diesmal nur in zwei Kategorien: Gewürdigt werden "erfolgreiche unternehmerische Tätigkeit" und "erfolgreiche Existenzgründung". Die sollte aber nicht länger als fünf Jahre her sein. Anwärter auf den Preis können sich selbst bewerben oder von Dritten vorgeschlagen werden. Die Vorschläge sind an die Stabsstelle Wirtschaft und Nachhaltige Entwicklung im Interims-Rathaus am Herderplatz einzureichen. Die Bewerbungsunterlagen gibt es im Internet auf der Weimarseite unter "wirtschaft". Bewerbungsfrist ist der 27. Februar 2015.
(wk)
Stadtrat nimmt Betriebskindergarten in den Bedarfsplan
Der von drei Unternehmen in Weimar-Nord geplante Betriebskindergarten ist jetzt in den städtischen Bedarfsplan für die Kindertagesbetreuung ab 2015 aufgenommen worden. Dafür sorgte gestern auf Empfehlung des Jugendhilfeausschusses der Stadtrat. -
Den neuen Kindergarten wollen die Firmen Bayer und Glatt zusammen mit den Weimarer Stadtwerken bauen. Vorgesehen sind 72 Betreuungsplätze, von denen 40 auch Kindern zu Verfügung sehen sollen, deren Eltern nicht Mitarbeiter der Betriebe sind. Reserviert für den Neubau ist eine Fläche am Berufsbildungszentrum. Die Stadt muß sich nicht an der Investition beteiligen, behält aber die Fachaufsicht.
(wk)
Wolf verweist auf Folgen eines Museum-Baustopps
Oberbürgermeister Stefan Wolf hat noch einmal auf die Folgen verwiesen, die ein Stopp des Bauvorhabens "Neues Bauhaus-Museum" hätte. Sollte die Stadt ihren vertraglichen Verpflichtungen zur Umfeldgestaltung nicht nachkommen, seien umgehend Schadenersatzforderungen von ein-einhalb Millionen Euro zu erwarten, erklärte Wolf auf Anfrage des Piraten-Stadtrates Thomas Brückner. Dazu kämen Forderungen der Klassik-Stiftung, weil bei Absage des Museumsbaus die Bundes- und Landesförderungen ausfielen. Auch die bereits von Stiftung ud Stadt ausgegebene Euro-Million wäre verloren. Dagegen würden die anfallenden Baukosten von rund fünf Millionen Euro bis 2018 gestreckt und so den städtischen Haushalt nicht übermäßig belasten. Zur Wirtschaftlichkeit des neuen Bauhaus-Museums sagte das Stadtoberhaupt, die Klassik-Stiftung rechne mit 120-tausend Besuchern im Jahr, doppelt soviel wie jetzt im Museum am Theaterplatz gezählt werden. Damit würden Eintrittsgelder von über einer Million Euro generiert. Die Stadt erhielte davon jährlich 40-tausend Euro über die Kulturförderabgabe. Überdies seien Anteile aus der Lohn und Gewerbesteuer zu erwarten.
(wk)
Liszt-Hochschul-Absolventin gewinnt im Bundeswettbewerb Gesang
Die Weimarer Liszt-Hochschul-Absolventin Sylvia Rena Ziegler hat beim Bundeswettbewerb Gesang in Berlin den 3. Preis gewonnen - und damit 6.000 Euro. Außerdem erhielt die Mezzosopranistin den Preis des Deutschen Bühnenvereins für den besten Vortrag einer zeitgenössischen Komposition. Das Finale des renommierten Bundeswettbewerbs ging in der traditionsreichen Deutschen Oper Berlin über die Bühne. Sylvia Rena Ziegler überzeugte die Jury mit einer Arie aus Rossinis Oper "Der Barbier von Sevilla". Gewonnen hat der junge Bariton Sebastian Wartig von der Dresdner Semperoper. Der 2. Preis ging an die Mezzosopranistin Henriette Gödde, die zuletzt am Theater Erfurt als Olga in Tschaikowskis Eugen Onegin und Emilia in Verdis Otello zu erleben war.
(wk)
Union Weimar-Nord kann Küche umbauen
Der Fußballverein "Union" in Weimar-Nord kann jetzt seine Küche im Vereinshaus umbauen. Dafür erhält die VSG über 1.800 Euro aus dem Thüringer Lotto-Topf. Den Zuwendungsbescheid zu überbringen, kommt Innenminister Jörg Geibert am Nachmittag höchst selbst vorbei. -
Die Volkssportgemeinschaft Union Weimar-Nord spielt Fußball in der ersten Kreisklasse. Der 1973 gegründete Verein zählt zwei Männer- und drei Nachwuchsmannschaften. Zudem setzt sich der Verein für die Integration von Kindern aus sozial benachteiligten Familien ein.
(wk)
Polizei warnt vor Glätte auf Thüringer Straßen
Überfrorene Nässe könnte auch heute wieder zu Behinderungen und Unfällen im Straßenverkehr führen. Gestern hatte die Weimarer Polizei 11 Unfälle aufgenommen, die auf unangepßte Geschwindigkit zurückgeführt wurden. Bei den Unfällen auch im Weimarer Land blieb es meist bei Blechschäden. Zwischen Apolda und Eckartsberga mußte die B87 wegen Eisglätte mehrere Stunden gesperrt werden. Viele Stadt- und Überland-Busse hatten sich wegen Schnee und Glatteis verspätet. Laut Stadtwirtschaft waren Straßen verstopft, weil Autofahrer ohne Winterreifen nicht mehr voran kamen. Auf den Thüringe Autobahnen rutschten vermehrt Fahrzeuge in die Leitplanken - auf der A4 bei Erfurt ein beladener LKW sogar in den Graben. Schwer verletzt wurden fünf Menschen, leicht verletzt vier, bei einem Unfall in Erfurt. Da war ein 18-Jähriger zu schnell in einer Kurve. Er geriet mit seinem Wagen in den Gegenverkehr und stieß dort mit einem anderen Auto zusammen. Anschließend fuhr noch ein weiterer Wagen in die Unfallstelle.
(wk)
Linke, SPD und Grüne unterzeichnen Koalitionsvertrag
In Erfurt haben am Morgen die Parteivorsitzenden von Thüringer Linke, SPD und Grüne ihren Koalitionsvertrag für eine gemeinsame Landesregierung unterschrieben. Das Programm war zuvor auch von den jeweiligen Mitgliedern mit großer Mehrheit gebilligt worden. Morgen wollen die Landtagsfraktionen der drei Parteien den Linke-Politiker Bodo Ramelow zum neuen Ministerpräsidenten wählen. Hörer von RadioLOTTE Weimar können live dabei sein. Das Stadtradio übernimmt ab 9 Uhr eine Sendung von Radio Frei aus Erfurt. -
Unterdessen wollen heute Abend Gegner des rot-rot-günen Bündnisses vor dem Landtag demonstrieren. Aufgerufen hat unter anderen wieder Weimars Unternehmer Clarsen Ratz, stellvertretender Landesvorsitzender der CDU-Mittelstandsvereinigung. Die Veranstalter erwarten Tausende Teilnehmer. Es ginge vor allem darum, Bodo Ramelow als ersten Linke-Ministerpräsidenten Deutschlands zu verhindern, heißt es. Der hatte sich gestern in Weimar besorgt über das aktuelle politische Klima in Thüringen gezeigt. Es werde Angst verbreitet, sagte er beim Podiumsgespräch in der Jakobskirche. Vertreter von Linken, Sozialdemokraten und Grünen seien in den vergangenen Wochen vehement beschimpft und bedroht worden.
(wk)







