Aktuell - Nachrichten
Weimar-Nachrichten vom 12. Dezember 2014
"Ro70" will sich erneut um Krankenhausgelände bewerben
Der Weimarer Bürgerverein "Ro70" will sich auch auf die neue Ausschreibung das alten Krankenhausgeländes Rosenthal-Straße bewerben. Vor einem Jahr war ihr Konzept abgelehnt worden. Nunmehr wolle man sich durch die Umwandlung in eine Genossenschaft oder eine GmbH mehr Gewicht verschaffen, sagte heute Vereins-Sprecher Sebastin Kirschner bei RadioLOTTE Weimar. Erfolgversprechend sei auch, daß jetzt die Hufeland-Trägergesellschaft HTG ausgesprochen gemeinschaftliches- und generationsübergreifendes Wohnen bevorzugen wolle. Dies entspreche genau dem "Ro70"-Konzept. Allerding suche man nun neue Interessenten, die Miteigentümer werden wollen, so Kirschner weiter. Über das Jahr habe sich die Hälfte der Mitglieder um ein anderes Projekt gescharrt. -
Der "Ro70"-Verein sieht in den alten Klinikhäusern selbstverwaltetes Wohnen im kollektiven Eigentum vor, unter Ausschluss von Immobilienspekulation. Durch eigene Modernisierung sollenin den Seitenflügeln Wohnungen für 150 Menschen entstehen. Der Bewerbung darum hatte die Huflandträgergesellschaft vor einem Jahr die Erfurter Bürger-Energiegenossenschaft Mitteldeutschland vorgezogen. Deren Öko-Energie-Konzept sah generationsübergreifendes Wohnen von Genossenschaflern mit Eigenkapital vor. Dies habe die höchsten Chancen auf Realisierung in den nächsten Jahren, hieß es damals. Jetzt hat die HTG den Vorvertrag aufgelöst. Das Projekt sei über das Jahr nicht vorangekommen, hieß es.
(wk)
"Bürgerobst"-Projekt erhält Umweltpreis
Weimars Grüne Liga hat den diesjährigen Umweltpreis der Stadt erhalten. Ausgezeichnet wurde ihr Bürgerobst-Projekt "Baumpaten für Streuobstwiesen". Die Ehrung und 1.500 Euro Preisgeld nahmen die Aktiven gestern von Oberbürgermeister Stefan Wolf entgegen. Die Regionalgruppe der Grünen Liga hatte im November 2013 damit begonnen, für den Erhalt von Bäumen auf Streuobstwiesen Paten zu werben. Die sollen mit einer jährlichen Spende dazu beitragen, dass die Bäume wieder regelmäßig gepflegt, Wiesen gemäht und Nachpflanzungen durchgeführt werden. Die Spender werden über die Pflegeeinsätze informiert, können selbst dabei sein und so Wissenswertes über die Pflege der Streuobstbäume erlernen. Als Dankeschön erhält der Baumpate ein Produkt aus regionalem Bio-Streuobst. -
Zwei weitere Bewerbungen erhielten Anerkennungspreise. Gewürdigt wurden das Umwelt-Erziehungsprojekt "Gartentagebuch" von Waldstadt-Kindergarten und "Schule der Phantasie" sowie die Buchveröffentlichung "Energie-Synergie" von Volker Drusche - ein Beitrag zum Thema nachhaltiges Engagement für Umwelt- und Klimaschutz.
(wk)
Holtzhauer warnt vor Kürzung beim Kunstfest
Kunstfest-Leiter Christian Holtzhauer sorgt sich um das Programm des nächstjährigen Festivals. Sollte die Stadt wirklich ihren Zuschuß, wie im Haushaltsentwurf vorgesehen, um 50-tausend Euro kürzen, verlöre das Kunstfest erheblich an Substanz, sagte Holtzhauer der Presse. Da die städtische Förderung nur eine Anteilsfinanzierung sei, könnten auch die Landeszuschüsse minimiert werden. Dann fehlten dem Kunstfestetat 180-tausend Euro. Da die Gastspiele für das August-Festival bereits vertraglich gebunden seien, bliebe nur, regionale Projekte zu streichen, erklärte Holtzhauer. Dies würde vor allem die Stadtbespielung, die Bürger-Kunstausstellung im ACC und die Künstlergarten-Veranstaltungen betreffen. Auf der Kippe stünde dann auch die geplante Sommerakademie mit Buchenwald-Gedenkstätte und Uni-Jena, die das Theaterprojekt der Gruppe Rimini-Protokoll zu "Hitler - Mein Kampf" begleiten soll. -
Das Kunstfest wird von der Stadt bisher jährlich mit 250-tausend Euro, vom Land mit 650-tausend gefördert. Dies sollte laut Stadtrat auch bis 2018 so fortgeführt werden. Der Beschluß war allerdings unter Finanzierungsvorbehalt gefaßt worden.
(wk)
"Stakkie" kämpft für beitragsfreies Kitajahr
Der Stadtelternrat für Kindergartenkinder "Stakkie" kämpft weiter für den Erhalt des beitragsfreien Kitajahres. Dazu würden jetzt Gespräche mit Politik und Verwaltung geführt, so der Beschluß der jüngsten Vollversamlung. Die habe sich einstimmig dafür ausgesprochen, daß weiterhin das erste Kindergartenjahr ohne Elternbeiträge angeboten wird. Die Stadt sieht die Weimarer Vergünstigung nicht mehr finanzierbar. -
Auf der Vollversammlung hat der "Stakkie" auch wieder eine Vorsitzende und einen Stellvertreter gewählt. Sie heißen
Ulrike Grosse-Röthig und Ludger Hottenrott. Im letzten Oktober waren gleich sechs gleichberechtigte Sprecher benannt worden. Die anstehende Arbeit solle auf mehr Schultern verteilt werden, hieß es. Den Sprecherkreis gibt es laut Mitteilung aber weiter. Neben neugewählter Vorsitzenden und Stellvertreter gehören ihm Kristin Fuhrmann, Bernhard Stadelmann und Wolfram Wiese an. Der vertritt den STAKKIE auch weiterhin im Jugendhilfeausschuss.
(wk)
Uni-Studenten zeigen IBA-Ideen
Studierende der Bauhaus-Universität zeigen heute, wie die Plattenbau-Schule an der Hart saniert werden könnte. Auf dem Schulweihnachtsmarkt werden die Ergebnisse einer Projektwoche ausgestellt, die die Studenten mit Schülern der Gemeinschaftsschule zusammengebracht haben. Die bauliche Zukunft des Schulgebäudes soll ein Projekt der Internationalen Bauausstellung in Thüringen IBA sein. Der Entwurf "Moderne Schule" soll im Frühjahr vorliegen. Die Initiative zur IBA-Bewerbung kam von der Elternschaft.
(wk)
DNT lädt zum "Lied für Weimar"
Ein Benefizkonzert der besonderen Art wird morgen das Deutsche Nationaltehater füllen. Für die Rock- und Popsongs mit klassischem Orchesterklang seien fast alle 800 Karten bereits verkauft, heißt es vom DNT. Im großen Haus kommt die Staatskapelle Weimar mit einer sogenannten "Allstarband" auf die Bühne. Dazu gehören die Weimarer Musiker Norbert Radig, Peter Frank, die Zweifrauenband "junge junge", Bariton Uwe Schenker-Primus und Günter von Dreyfuß. Dessen "Lied für Weimar" hat der "Classic-meets-pop"-Veranstaltung auch den Namen gegeben. -
Der Konzert-Erlös soll der Interessengemeinschaft Papiergraben zugutekommen. Die stadtteilübergreifende Einrichtung sei Erlebnisstätte für Kinder, Jugendliche und Familien aus ganz Weimar, heißt es.
(wk)







