Tischner stellt Neustrukturierung des Kollegs vor
Nachricht vom 17.März 2026
Thüringens Bildungsminister Christian Tischner hat die Neustrukturierung des Thüringenkollegs vorgestellt. In der vergangenen Woche gab er im Bildungsausschuss des Landtags bekannt, dass er das Kolleg an berufliche Gymnasien angliedern wolle. So könne der zweite Bildungsweg zum Abitur gesichert werden. Laut Tischner soll der Weg zum Abitur für Erwachsene keine Frage des Wohnortes sein. Das Kolleg bleibt als Schulart erhalten, heißt es. Auch bleiben die Kollegiaten Schüler des Kollegs – mit ihrem eigenen Bildungsweg und eigenen Aufnahmebedingungen. Gleichzeitig können sie die Angebote und Lehrkräfte der beruflichen Gymnasien mit nutzen. So müssen keine doppelten Strukturen aufgebaut werden. Kritisiert wurde das von Tischner vorgestellte Konzept u. a. von Ulrike Grosse-Röthig, der bildungspolitischen Sprecherin der Linken-Fraktion. Sie erklärt, dass das Konzept zum Erhalt des zweiten Bildungsweges seinen Namen nicht verdiene. Seine Weiterführung bleibt eine vage Hoffnung. Das Land schiebe laut Grosse-Röthig die Verantwortung für lebenslanges Lernen von sich und hofft, dass irgendjemand diese aufnimmt. Sie fordert: Erst müssen neue Strukturen stehen, bevor alte geschlossen werden. (mt)
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