Aktuell - Nachrichten
Weimar-Nachrichten vom 10. März 2026
Razzia gegen Weimarer wegen Schwarzarbeit im Baugewerbe
Eine bundesweite Razzia wegen mutmaßlicher Schwarzarbeit im Baugewerbe richtet sich gegen einen 36-jährigen Weimarer. Er gilt als Hauptverdächtiger. Das geht aus einem Bericht der Staatsanwaltschaft Mühlhausen und des Hauptzollamtes Erfurt hervor. Am Montag durchsuchten über 160 Zollbeamte 16 Objekte. Die Einsatzkräfte waren in sieben Bundesländern aktiv – von Thüringen bis Hamburg. Dem Weimarer wird vorgeworfen Sozialversicherungsbeiträge vorenthalten und Steuern hinterzogen zu haben. Der Schaden beläuft sich auf über 1,2 Millionen Euro. Neben dem Hauptverdächtigen wird gegen 21 weitere Personen wegen Beihilfe ermittelt. Laut der Ermittler hätten die daran beteiligten Firmen untereinander Scheinrechnungen ausgetauscht. So sollte Schwarzarbeit verschleiert werden, heißt es. (mt)
Energie-Effizienz-Institut kritisiert Wärmeplan
Das Energie-Effizienz-Institut Weimar hat den städtischen Wärmeplan kritisiert. Unter anderem lege der Plan nicht verbindlich fest, welche Straßen künftig ans Fernwärmenetz angeschlossen werden. Diese unverbindliche Wärmeplanung sei für die Endverbraucher weitestgehend nutzlos, heißt es. Aufgrund der aktuellen Ungewissheit spricht das Institut von einer Investitionsparalyse für das notwendige Erneuern von Heizanlagen. Festgestellt wird auch, dass die Weimarer Fernwärme derzeit vollständig auf fossilem Gas basiert. Einen konkreten Zeitplan zur Umstellung gebe es nicht. Andere Städte wie Kassel, München und Hannover hätten verbindliche Satzungen zur Wärmeplanung verabschiedet. Weimar tue das bislang nicht. Das Institut fordert einen Plan mit klaren Aussagen – straßengenau und verlässlich.
Entwickelt wurden der Wärmeplan von einem Planungskonsortium auf Basis umfangreicher Datenanalysen. Er soll künftig als strategisches Steuerungsinstrument verwendet werden, um eine nachhaltige Energie-Zukunft zu gewährleisten. (mt)
Thüringen sucht engagierte Schulbibliothek
Der Wettbewerb um die engagierteste Schulbibliothek Thüringens ist erneut angelaufen. Laut einer DPA-Meldung können sich Schulen bis zum 24. April beim Bildungsministerium bewerben. Der erste Platz ist mit 1.500 Euro dotiert, der zweite mit 1.000 und der dritte mit 500 Euro. Die Auszeichnung wird alle zwei Jahre vergeben – die Verleihung findet im September statt. Bildungsminister Christian Tischner betonte, Schulbibliotheken seien Orte, an denen Kinder Lesekompetenz und den verantwortungsvollen Umgang mit Medien erlernen. Sie würden einen Beitrag zur Bildung leisten - und das unabhängig vom Einkommen der Eltern. In Thüringen gibt es aktuell knapp 500 Schulbibliotheken, die monatlich von mehr als 44.000 Schülern genutzt werden. (mt)
Pannenhilfe häufiger im Einsatz
Der ADAC-Pannendienst ist in Thüringen 2025 deutlich stärker gefordert gewesen als noch im Vorjahr. Wie mehrere Medien auf Berufung des Automobilclubs berichten, mussten die sogenannten gelben Engel rund vierundfünfzigtausend-sechshundert Mal im Freistaat ausrücken – das entspricht einem Anstieg von zweieinhalb Prozent und durchschnittlich 150 Einsätzen täglich. Als häufigster Grund für eine Panne erwies sich dabei die schwächelnde Starterbatterie. Bundesweit sei ein leichter Anstieg der Pannenfälle festzustellen, heißt es. Besonders auffällig: Die Zahl der Einsätze für Elektroautos und Fahrräder legte spürbar zu. (mt)
Diskussion über Adel und Demokratie
Im Haus der Weimarer Republik in Weimar diskutieren heute zwei Historiker*innen über das Verhältnis von Adel und Demokratie. Auf dem Podium sitzen Eckart Conze von der Universität Marburg und Monika Wienfort von der Universität Potsdam. Im Mittelpunkt steht das Volksbegehren zur Fürstenenteignung von 1926. Dort gipfelte die Auseinandersetzung darüber, wie mit den Vermögen der deutschen Fürstenhäuser umzugehen sei, die in der Revolution von 1918/19 beschlagnahmt worden waren. Gefragt wird unter anderem, was uns dieses Volksbegehren über die Gesellschaft der Weimarer Republik verrät? Außerdem: In welchem Verhältnis stand der Adel zur neuen deutschen Demokratie? - Die Veranstaltung beginnt 19 Uhr 30 im Forum für Demokratie. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung per E-Mail wird erbeten – die Adresse lautet: veranstaltungen@hdwr.de. (mt)







