Aktuell - Nachrichten
Weimar-Nachrichten vom 24. Mrz 2026
Buchenwald-Verbände gegen Teilnahme des Kulturstaatsministers
Zwei Buchenwald-Verbände fordern Kulturstaatsminister Wolfram Weimer auf, der Gedenkfeier zur Lagerbefreiung am 12. April fernzubleiben. Das haben mehrere Medien berichtet. In einem offenen Brief werfen die Lagerarbeitsgemeinschaft und die Lagergemeinschaft Buchenwald-Dora dem Kulturstaatsminister vor, er habe es an Verständnis für KZ-Überlebende missen lassen. Beide Verbände vertreten Angehörige ehemaliger politischer Häftlinge des Lagers. Der Kulturstaatsminister hält dennoch an seiner Teilnahme fest. Laut eines Sprechers sei nach wie vor geplant, dass er während der Veranstaltung zu Wort kommt. Gedenkstättenleiter Jens-Christian Wagner begrüßte dies ausdrücklich. Die Teilnahme setze ein wichtiges Zeichen der Unterstützung für die Gedenkstättenarbeit. Auch der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, stellte sich hinter den Minister. Dieser mache den Erhalt der Erinnerungskultur zu einem seiner Kernanliegen. - Bei der zentralen Gedenkveranstaltung soll u. a. auch der Entertainer Hape Kerkeling eine Rede halten. Kerkelings Großvater war in Buchenwald inhaftiert. Von Weimer ist ein Grußwort vorgesehen. (mt)
Wasserstoffbusse kommen gut durch den Winter
Weimars Wasserstoffbusse machen auch bei Kälte eine gute Figur. Wie der MDR berichtet, hat die Stadtwirtschaft jetzt eine positive Winterbilanz gezogen: Demnach waren die Wasserstofffahrzeuge im Stadtverkehr zuverlässiger als die Dieselbusse. Kältebedingte Ausfälle habe es keine gegeben, so Werkstattmeister Silvio Brücker. Die Reichweite sei bei niedrigen Temperaturen zwar etwas geringer — für den Linienbetrieb aber ausreichend. Kleine Anlaufschwierigkeiten habe es bei den sechs im Dezember angeschafften Bussen dennoch gegeben. Wie Geschäftsführer Bernd Wagner erklärt, seien diese im Hinblick auf die Komplexität der Technik jedoch normal. Die Einführungsphase sei so gut wie abgeschlossen. Insgesamt fahren jetzt neun Wasserstoffbusse durch Weimar. (mt)
Klassik-Stiftung hebt Eintrittspreise an
Die Klassik Stiftung Weimar hat seit Samstag die Eintrittspreise für ihre bekanntesten Häuser angehoben. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur. So kostet der Eintritt ins Goethe-Nationalmuseum mit dem Goethe-Wohnhaus jetzt 14 statt bisher 13 Euro. Der Besuch des Rokokosaals in der Anna-Amalia-Bibliothek wird von acht auf zehn Euro teurer. Die MuseumsCard bleibt dagegen unverändert bei 49 Euro. Mit den Preisanpassungen will die Stiftung ihre Einnahmen stärken. Das Goethe-Wohnhaus wird außerdem nach dem 1. November für voraussichtlich drei Jahre wegen einer umfassenden Sanierung geschlossen. (mt)
Gesundheitsamt begleitet Grundschüler
Die Pestalozzi-Grundschüler lernen ab diesem Jahr wie ein gesundes Leben aussehen kann. Das Gesundheitsamt Weimar begleitet alle Klassen der Schule mit dem Lebenskompetenzprogramm "Klasse 2000". Dabei erkunden die Kinder pro Schuljahr zwei bis drei Gesundheitsthemen. Diese reichen von gesunder Ernährung und Bewegung über den Umgang mit Freundschaften und Konflikten bis hin zum Erlernen des Nein-Sagens. Die Lehrkräfte vertiefen die Inhalte anschließend im Unterricht. Ansprechpartnerin für das Programm ist Anja Romeyke von der Abteilung Gesundheitsförderung/Prävention. (mt)
Bürgerinitiative in Buttstädt beantragt Bürgerbegehren gegen Solarpark
In Buttstädt hat eine Bürgerinitiative einen Antrag auf Bürgerbegehren gegen einen geplanten Solarpark eingereicht. Das geht aus einer Mitteilung der Initiative hervor. Vergangenen Donnerstag übergaben Vertreter der Bürgerinitiative „Gegenstrom" den Antrag bei der Gemeindeverwaltung. Ziel ist es, den Aufstellungsbeschluss für den Solarpark Ellersleben zu kippen und die Bürger selbst darüber entscheiden zu lassen. Der Gemeinderat hatte den Beschluss am 24. Februar mit knapper Mehrheit von elf zu zehn Stimmen gefasst. Die Gemeindeverwaltung hat nun vier Wochen Zeit, um über die Zulässigkeit des Antrags zu entscheiden. (mt)
Polizei: Spielzeugpistole sorgt für Anzeige
Eine vermeintliche Bedrohung mit einer Waffe hat am Sonntag einen Polizeieinsatz in Weimar ausgelöst. Laut Polizei-Bericht hat sich jedoch herausgestellt: Der Schütze war ein neunjähriges Kind mit einer Spielzeugpistole. Eine 46-jährige Frau hatte der Polizei gemeldet, dass eine Person aus einem Wohnhaus heraus mit einer Waffe auf sie gezielt habe. Die Beamten konnten vor Ort das Kind ausfindig machen, das auf die Beschreibung passte. Auch entdeckten sie die Spielzeugpistole. Noch vor Eintreffen der Polizei hatte die Frau das Kind jedoch beleidigt und aufgefordert, die Waffe wegzulegen. Gegen beide – die 46-Jährige und das Kind – wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. (mt)







