Aktuell - Nachrichten
Weimar-Nachrichten vom 09. März 2026
Busverkehr in Weimar wird erneut bestreikt
Auch in Weimar wird der Busverkehr bis Mittwoch bestreikt. Während des von ver.di angekündigten Warnstreiks wird die Stadtwirtschaft ein eingeschränktes Angebot bereitstellen, heißt es in einer Mitteilung. Es soll ein Notbetrieb sichergestellt werden, der vorrangig den Schülerverkehr gewährleistet.
Der bis Mittwoch geplante Notfahrplan sieht vor, dass ab etwa 4 Uhr 30 die Linien 1 und 7 im Halbstundentakt verkehren. Ab 5 Uhr folgen die Linien 2, 5 und 8 ebenfalls im 30-Minuten-Takt. Die Linien 4 und 6 fahren stündlich, Linie 3 nur alle 90 Minuten. Die Linie 9 startet voraussichtlich ab 6 Uhr 45 – allerdings nur alle zwei Stunden.
Die Stadtwirtschaft macht darauf aufmerksam, dass die Fahrten von der tatsächlichen Personalsituation abhängig sind. Alle konkreten Angaben werden über die VMT-App und über die Echtzeit-Anzeigen an den Haltestellen veröffentlicht. (mt)
Auch im Weimarer Land stehen Busse still
Auch im Weimarer Land wird bis Mittwoch der Busverkehr nur eingeschränkt rollen. Das teilte die Personenverkehrsgesellschaft mit. Grund dafür ist der Warnstreik, zu dem Verdi aufgerufen hat. Seit drei Uhr gilt der Streikaufruf und wird bis Mittwochabend andauern. Gefordert wird unter anderem eine 35-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich. Wer auf den Bus angewiesen ist, sollte sich rechtzeitig um Alternativen kümmern – das gilt besonders für Schülerinnen und Schüler. Auch deren Fahrten sind vom Streik betroffen. Die PVG arbeitet nach eigenen Angaben an einem Notbetrieb. (mt)
Weimar beteiligt sich am Frauenstreik
Heute findet auch in Weimar eine Aktion im Rahmen des Frauenstreiks statt. Das berichtet der MDR. Die Gründerinnen von "Women Art Weimar", Susen Reuter und Larissa Böhler, laden ab 16 Uhr alle Frauen auf den Theaterplatz ein. Die Veranstaltung setzt bewusst auf eine stille Form des Protests: Begleitet von Musik der Leipziger Künstlerin Ingeborg Freytag wollen die Teilnehmerinnen in Liegestühlen und auf Klapphockern – wie es Mitgründerin Reuter formuliert – "einfach nur sein". Als gemeinsames Zeichen wird darum gebeten, ein lilafarbenes Accessoire zu tragen. Im Anschluss zeigt die Galerie in der Marktstraße den Film "Ein Tag ohne Frauen". Er erinnert an den isländischen Frauenstreik von 1975, als 90 Prozent der Frauen des Landes die Arbeit niederlegten und das öffentliche Leben weitgehend zum Erliegen brachten. Zum Streik aufgerufen haben unter anderem die Organisationen "Enough" und das "Töchterkollektiv". Unter dem Motto "Ohne uns steht alles still" rücken die Aktionen Themen wie Gleichberechtigung, Gewalt gegen Frauen, ungleiche Bezahlung sowie die Anerkennung und Vergütung von Fürsorge- und Mutterschaftsleistungen in den Mittelpunkt. (mt)
Stadtsportbund kürt Sportlerin und Sportler des Jahres
Der Stadtsportbund Weimar hat am Samstag den Sportler und Sportlerin der Jahres 2025 gewürdigt. Die Auszeichnung ging an Jara Zink und Justus Mörstedt. Der Preis Mannschaft des Jahres ging an Culture City Weimar. Als Mitglied des Kampfsportvereins "Seishin" kämpfte sich Jara Zink bis zur Vizeweltmeisterin im Brazilian Jiu Jitsu vor. Justus Mörstedt vom Tauchsportclub Weimar zählt zu den erfolgreichsten Flossenschwimmern des Landes, er konnte unter anderem bei der Welt- und Europameisterschaft überzeugen. Bei den World Games 2025 durfte er gleich mehrfach das Treppchen besteigen. Die Weimarer Basketballer haben sich für die Play Offs der Regionalliga qualifiziert und kämpfen dort um den Aufstieg. - Während der Gala des Sports erfolgte die Preis-Verleihung. Ausgerichtet wurde sie von der Stadt und dem Stadtsportbund in der Weimarhalle. (mt)
Streit um alte Schule in Niedergrunstedt
Im Streit um die Nutzung der alten Schule in Niedergrunstedt hat die Stadt Weimar vermittelt. Wie der MDR berichtet, stehe eine Einigung zwischen dem Kunstverein und dem Ortsteilrat jedoch noch aus. Der Konflikt dreht sich um den großen Ausstellungssaal des Gebäudes. Der Kunstverein Hofatelier ist seit über 30 Jahren Hauptmieter der alten Schule. Er nutzt den Saal als Galerie und für Workshops. Jedoch haben nun auch andere Vereine und auch der Ortsteilrat Bedarf angemeldet. Der Verein verwehrt jedoch den Zugang zum Saal, heißt es. Als einen Grund nannte die Künstlerin Lola Lennartz die dort hängenden Bilder, die nicht versichert seien. Ortsteilbürgermeister Kai Stodollik kritisierte das Vorgehen des Vereins. Er wünscht sich ein offenes Bürgerhaus – für alle Vereine im Ort. Laut Stodollik hätten Umfragen gezeigt, dass sich die Menschen in Niedergrunstedt einen gemeinsamen Begegnungsort wünschen. Der Kunstverein beruft sich auf seinen Mietvertrag. Darin sei die Nutzung als Galerie seit mehr als 30 Jahren festgeschrieben. Die Stadt Weimar hat inzwischen alle Beteiligten im Rahmen eines Workshops an einen Tisch geholt. Weitere Gespräche sollen folgen. (mt)
Buchenwald-Verbände sprechen sich gegen "Kufiya"-Kampagne aus
Zwei Organisationen ehemaliger KZ-Häftlinge und deren Angehörige haben die Kampagne "Kufiyas in Buchenwald" abgelehnt. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur. Die Lagerarbeitsgemeinschaft Buchenwald-Dora und die Lagergemeinschaft Buchenwald Dora/Freundeskreis haben sich in einer gemeinsamen Stellungnahme gegen die Initiative ausgesprochen. Die Kampagne hatte für April zu Protesten rund um das Gedenkwochenende zur Befreiung des Konzentrationslagers aufgerufen. Die Organisationen wiesen zentrale Vorwürfe gegen die Gedenkstätte zurück. Von "Geschichtsrevisionismus" oder "Genozid-Leugnung" könne keine Rede sein, heißt es in der Stellungnahme. Zugleich betonten die Verbände: Ein pauschales Verbot palästinensischer Symbole gebe es nicht. Eine umstrittene interne Handreichung sei bereits im Sommer 2025 zurückgezogen worden. (mt)
Polizei: Mülltonnenbrände
Unbekannte haben am Freitag im Weimarer Stadtgebiet gleich drei Mülltonnen in Brand gesetzt. Das geht aus einem Polizeibericht hervor. Bereits am Vormittag standen zwei Mülltonnen in der Innenstadt in Flammen – größerer Schaden entstand dabei nicht. In der Nacht zum Samstag brannte dann ein Müllcontainer in Weimar West vollständig aus. Berufsfeuerwehr und Polizei waren im Einsatz. Die Täter sind bislang unbekannt. Die Polizei ermittelt. (mt)







