Richterbund ehrt Ex-Richter aus Guatemala
Nachricht vom 16.April 2026
In Weimar hat der Deutsche Richterbund gestern seinen Menschenrechtspreis vergeben. Erhalten hat ihn der guatemaltekische Ex-Richter Miguel Ãngel Gálvez. Gálvez setzte sich jahrzehntelang gegen Korruption und Straflosigkeit in seinem Land ein. Als Vorsitzender eines Strafgerichts für Hochrisikoverfahren trug er zur Aufarbeitung schwerer Menschenrechtsverletzungen bei – und führte komplexe Verfahren gegen organisierte Kriminalität. Infolge seines Engagements wurde er laut Richterbund bedroht, diffamiert und politisch unter Druck gesetzt. 2022 sah er sich gezwungen, sein Amt niederzulegen – und ging ins Exil. - Der Deutsche Richterbund verleiht den Menschenrechtspreis seit 1991. Ausgezeichnet werden Persönlichkeiten aus Justiz oder Anwaltschaft, die sich unter Einsatz von Leben, Gesundheit oder persönlicher Freiheit für die Durchsetzung rechtsstaatlicher Prinzipien einsetzen. (mt/ki)
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