Aktuell - Nachrichten
Weimar-Nachrichten vom 15. April 2026
Buchenwald-Überlebender feiert 100. Geburtstag in Weimar
Der Buchenwald-Überlebende Andrei Iwanowitsch Moiseenko feiert seinen hundertsten Geburtstag in Weimar. Das hat die Stadt gestern mitgeteilt. Am ersten Mai laden die Stadt, das Deutsche Nationaltheater, die Gedenkstätte Buchenwald und das Museum Zwangsarbeit sowie Filmregisseur Hannes Farlock zu einer öffentlichen Geburtstagsfeier ein. Ab vierzehn Uhr erwartet die Gäste im Großen Haus des Nationaltheaters ein Programm aus Filmausschnitten, Musik und einer Diskussionsrunde mit dem Jubilar. Der Eintritt ist frei. - Moiseenko wurde 1926 in der Ukraine geboren. Als Fünfzehnjähriger wurde er nach Deutschland verschleppt – zur Zwangsarbeit. Im Mai 1944 kam er in das KZ Buchenwald. Heute lebt er in Minsk. Der Weimarer Stadtrat hat ihm im Dezember 2023 die Ehrenbürgerschaft Weimars zuerkannt. (mt/ki)
In Weimar ansässiger Medienrat hat Vorsitzende
Der neu geschaffene und in Weimar ansässige Medienrat hat nun eine Vorsitzende. Laut einer Mitteilung der Bauhaus-Uni wurde dazu die scheidende Direktorin des Schweizer Fernsehens, Nathalie Wappler, gewählt. Ihre Stellvertreterin ist die Politikwissenschaftlerin Jeanette Hofmann. Das sechsköpfige Gremium nehme nun seine Arbeit auf, heißt es. Laut Wappler sei es Auftrag und Ambition, die Transformation des öffentlich-rechtlichen Rundfunks durch unabhängige Expertise und strategische Impulse zu begleiten, Debatten anzustoßen und zur Qualitätssicherung beizutragen. Eine Aufsichtsfunktion übernimmt der Medienrat dabei nicht. In den kommenden Wochen sollen weitere Strukturen aufgebaut werden. Alle zwei Jahre soll der Rat einen Bericht vorlegen. Ins Leben gerufen wurde das Gremium durch den Reformstaatsvertrag zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk (mt/ki)
Thüringen plant Beratungsstelle gegen digitale Gewalt
Thüringen will gegen sexualisierte Gewalt im digitalen Raum vorgehen. Dafür ist eine Beratungsstelle für Betroffene geplant – bisher gibt es eine solche im Freistaat nicht. Sie soll an bestehende Strukturen angegliedert werden, berichtet die DPA. Für die Einrichtung werde zunächst ein Konzept erarbeitet. Das sieht einen Maßnahmenplan vor, den Sozial-Staatssekretärin Tina Rudolph und Gleichstellungsbeauftragte Nadja Sthamer gestern in Erfurt vorgestellt haben. Unter anderem beabsichtigt der Plan, dass Betroffene Ersatzgeräte ausleihen können, falls ihre eigenen mit Spyware oder Schadprogrammen infiziert wurden. Außerdem ist einen entsprechende Fort- und Ausbildung der Kriminalpolizei und der Polizeiinspektionen vorgesehen. (mt/ki)
Einführung und Nachgespräch zur Oper "Der Mordfall Halit Yogzat"
Das Deutsche Nationaltheater bietet heute zur Aufführung der Oper „Der Mordfall Halit Yogzat" eine Einführung und ein Nachgespräch an. Die Einführung beginnt um 19 Uhr in der Redoute, die Vorstellung um 19 Uhr 30. Das Nachgespräch findet im Anschluss in der Redoute-Bar statt.- Die 2022 uraufgeführte Oper thematisiert den Mord an Halit Yogzat durch den NSU – ein Fall, der bis heute nicht vollständig aufgeklärt ist. Zu Gast beim Nachgespräch ist Katharina König-Preuss, Mitglied des Thüringer Landtags. Sie gehörte den NSU-Untersuchungsausschüssen des Landtags an und trug zur Aufklärung der Hintergründe des rechtsextremen Terrorismus des NSU bei. (mt/ki)
Feuerwehr rettet Taubenküken aus Vergrämungsnetz
Die Feuerwehr hat am Dienstagnachmittag in der Marienstraße zwei Taubenküken aus Vergrämungsnetzen gerettet. Aufmerksam geworden waren Mitglieder der Stadttaubenhilfe Weimar: Sie entdeckten Federn in den Netzen und beobachteten, wie Tauben immer wieder versuchten, hinter beziehungsweise auf die Netze zu fliegen. Die alarmierten Feuerwehrleute befreiten die Küken mithilfe einer Drehleiter. Hinter den Netzen fanden sie dabei viele bereits verendete Tauben. Nach Einschätzung der Stadttaubenhilfe hätte dies verhindert werden können, wenn die Vergrämungsnetze fachgerecht angebracht worden wären. Nach Angaben einer Zeugin war die Marienstraße während des Einsatzes etwa zwischen 17 und 18 Uhr gesperrt. Das weitere Vorgehen wird mit dem Veterinäramt abgesprochen. (mt/ki)







