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Weimar-Nachrichten vom 10. April 2026
81. Jahrestag der Befreiung Buchenwalds
In der Gedenkstätte Buchenwald wird am Sonntag an die Befreiung des ehemaligen Konzentrationslagers vor 81 Jahren erinnert. Das Gedenken steht in diesem Jahr unter dem Thema "Widerstand gegen den Nationalsozialismus". Um 13 Uhr 30 versammeln sich auf dem ehemaligen Appellplatz Überlebende, Vertreter aus Politik, Gesellschaft und Religion. Die Hauptrede hält dann der Entertainer und Autor Hape Kerkeling – sein Großvater war selbst in Buchenwald inhaftiert. Ein Grußwort der Bundesregierung überbringt Kulturstaatsminister Wolfram Weimer. Im Anschluss findet im ehemaligen Kleinen Lager ein interreligiöses Gedenken statt. Stiftungsdirektor Jens-Christian Wagner betonte im Vorfeld: Das Gedenken habe gerade jetzt besondere Bedeutung. Zu erleben sei eine spürbare Zuspitzung von Angriffen auf die Erinnerungskultur und eine Verbreitung geschichtsrevisionistischer Narrative. Buchenwald, so Wagner, bleibe ein Ort der Würde und der historisch präzisen Aufklärung. - In der Gedenkstätte Mittelbau-Dora wird das Erinnern an die Befreiung am Montag stattfinden. Die Zeremonie wird unter anderem durch Sebastian Krumbiegel mit einer Rede und auch musikalisch gestaltet. (mt/ki)
Vier neue Ehrenbürger für Weimar
Weimar ehrt heute vier Überlebende des Konzentrationslagers Buchenwald mit der Ehrenbürgerschaft. Wie die Stadt mitteilt, stimmte der Stadtrat in seiner Sitzung vom 18. März mit großer Mehrheit dafür. Die Auszeichnung geht an Sidney Finkel aus den USA, Joseph Szwarcberg aus Australien, Isaak Goldblum aus der Schweiz sowie an Georgij Iwanowitsch Sidorenkow, der in Weißrussland lebt. Die Urkunden werden im Rahmen der Gedenkfeiern zur Befreiung des KZ Buchenwald von Oberbürgermeister Peter Kleine und Stadtratsvorsitzender Katrin Götz unterzeichnet. Isaak Goldblum nimmt per Videoschaltung teil. Die Geehrten können aufgrund ihres Alters und Gesundheitszustandes nicht persönlich nach Weimar reisen. Damit hat die Stadt insgesamt 38 Buchenwald-Überlebende zu Ehrenbürgern ernannt. Möglich wurde dies durch eine Anpassung der Ehrenbürgersatzung im Jahr 2021. (mt/ki)
Gericht untersagt Demo an Gedenkstätte Buchenwald
Das Verwaltungsgericht Weimar hat den Eilantrag der Initiative "Kufiyas in Buchenwald" abgelehnt. Diese wollte gegen die Demo-Auflagen der Stadt vorgehen. Damit könne nun die geplante Kundgebung der Initiative nicht vor der Gedenkstätte am Sonntag stattfinden. Als Ausweichfläche bot die Stadt Weimar den Theaterplatz an – das Gericht bestätigte diese Auflage als rechtmäßig. Zur Begründung hieß es, die geplante Verknüpfung des Holocaustgedenkens mit - so wörtlich - "aktuellen Verbrechen" verletze die Würde der Opfer. Das Gericht sah darin den Versuch, die Gedenkstätte als politische Bühne für eine andere Debatte zu nutzen. Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig. Die Initiative kann Beschwerde beim Thüringer Oberverwaltungsgericht einlegen. Das Ziel der Aktivist*innen sei nach eigenen Angaben den Israel-Palästina-Konflikt in der Gedenkstätte selbst zu thematisieren. (mt/ki)
Thüringen beteiligt sich an "Speedweek"
Auch in Thüringen wird in der kommenden Woche verstärkt geblitzt. Thüringen beteiligt sich laut DPA gemeinsam mit Sachsen und Sachsen-Anhalt an der sogenannten "Speedweek" – einer europaweiten Aktionswoche für mehr Kontrollen auf den Straßen. Die Polizei nimmt dabei vor allem Raser ins Visier. Kontrolliert wird vom 13. bis zum 19. April – auf Autobahnen und Bundesstraßen, aber auch innerorts. Besonders im Blick: unfallträchtige Strecken und Gebiete mit besonderer Gefährdungslage. Dazu zählen unter anderem Bereiche um Schulen, Kindergärten, Baustellen, Krankenhäusern und Altenheimen. Wer geblitzt wird, muss mit den üblichen Strafen rechnen – also Bußgeld, Punkten in Flensburg oder im schlimmsten Fall einem Fahrverbot. (mt/ki)
Hundebiss in der Bruno-Apitz-Straße
In der Bruno-Apitz-Straße hat am Mittwochmorgen ein Schäferhund einen Passanten gebissen. Das Tier riss sich laut Polizeibericht von der Leine los und biss einen zufällig vorbeikommenden 74-Jährigen in den rechten Arm — die Wunde musste medizinisch versorgt werden. Der Hund gehört einem 60-jährigen Weimarer und konnte kurz nach dem Vorfall wieder eingefangen werden. Beamte der Polizeiinspektion Weimar kamen zufällig durch ihre Streifentätigkeit hinzu. Gegen den Hundehalter wird nun wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt. (mt/ki)







