Aktuell - Nachrichten
Weimar-Nachrichten vom 07. April 2026
Weimarer Tierheim wird zugänglicher
Heute beginnen im Weimarer Tierheim Bauarbeiten für einen leichteren Zugang zum Katzen- und Hundehaus. Laut der Stadt soll mit den Arbeiten das Gelände für Besucherinnen und Besucher sowie für Mitarbeitende besser erreichbar werden. Bereits seit der vergangenen Woche laufen zudem vorbereitende Maßnahmen für ein künftiges Kadaverhaus, dazu zählen u. a. Baumfällungen. Ein Bestandteil der aktuellen Planung ist die Zuwegung zum künftigen Standort des Kadaverhauses. Der eigentliche Bau des Gebäudes ist für einen späteren Zeitpunkt geplant. Die Gesamtkosten der Maßnahmen belaufen sich auf rund 120.000 Euro. Die barrierearme Erschließung wird durch Spendengelder des Tierheims finanziert, Planung und Zuwegung zum Kadaverhaus trägt der städtische Haushalt. Geplant wurden die Arbeiten von einem Weimarer Landschafts-Architekturbüro, ausgeführt werden sie von einem Garten- und Landschafts-Baubetrieb aus Erfurt. Für die Betreuung der Maßnahme ist das Grünflächenamt verantwortlich. (mt/ki)
Gedenken an Jenny Fleischer-Alt
An die Sopranistin Jenny Fleischer-Alt wird heute erneut erinnert. Zum jährlichen Gedenken an die Künstlerin haben die Stadt und der Richard-Wagner-Verband Weimar eingeladen. Stattfinden wird die Veranstaltung um 11 Uhr in der Belvederer Allee 6. Dort befindet sich das ehemalige Wohnhaus von Jenny Fleischer-Alt - heutiger Sitz des Kanzlers der Bauhaus-Universität. Fleischer-Alt war eine der bedeutendsten Sopranistinnen ihrer Zeit. 1885 begann ihr Engagement am Weimarer Hoftheater. Nach dem Tod ihres Mannes, des Malers Friedrich Fleischer, verlor sie 1938 den Schutz ihrer Ehe und wurde von den Nationalsozialisten zunehmend entrechtet. Ihr Wohnhaus wurde als sogenanntes "Judenhaus" zweckentfremdet und mit weiteren verfolgten Menschen belegt. Am 7. April 1942 nahm sich Jenny Fleischer-Alt gemeinsam mit ihrer Nichte Edith Gál das Leben. Dies tat sie aus Angst vor der drohenden Deportation und unter dem Druck der zunehmenden Entrechtung und finanziellen Not. Eine Gedenktafel und ein Stolperstein vor dem Haus erinnern bis heute an ihr Schicksal. Die Veranstaltung ist öffentlich — alle Interessierten sind eingeladen teilzunehmen. (mt/ki)
Ballkuratorium spendet Freibad-Eintritt
Über einen freien Eintritt ins Schwanseebad können sich Kinder aus Familien mit Unterstützungsbedarf freuen. Laut einer Mitteilung der Stadt übergaben Mitglieder des Ballkuratoriums der Weimarer Service Clubs dafür in der vergangenen Woche eine Spende. Überreicht wurde an Bürgermeister Ralf Kirsten ein Scheck in Höhe von 4.350 Euro. Gesammelt wurden die Gelder während einer Tombola, die im Rahmen des jährlichen Benefizballs der Service Clubs stattfand. Neben Freikarten für das Schwanseebad werden damit auch Busfahrkarten finanziert. Das Kinderbüro der Stadt verteilt beides an soziale Einrichtungen und Beratungsstellen. Den Benefizball richtet das Ballkuratorium bereits seit 2008 aus — jedes Jahr zugunsten des Hilfsfonds "Familien in Not". Der diesjährige Ball wird am 14. November 2026 ausgerichtet. (mt/ki)
Städtische Unternehmen setzen Zeichen für das Gedenken
Drei städtische Unternehmen haben vergangene Woche in Schöndorf Bäume für das Gedenkprojekt "1000 Buchen" gepflanzt. Die Stadtwerke, die Stadtwirtschaft und die Energienetze Weimar übernahmen dabei je eine Baumpatenschaft. Gepflanzt wurden drei Blumeneschen. Das Projekt "1000 Buchen" wird vom Lebenshilfe-Werk Weimar/Apolda getragen und erinnert an die Opfer des Nationalsozialismus. Menschen mit und ohne Behinderung pflanzen gemeinsam Bäume entlang der Routen der Todesmärsche und an weiteren Gedenkorten. Das Projekt steht zugleich für Demokratie, Menschenrechte und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Ins Leben gerufen wurde es im Kulturstadtjahr 1999. Seitdem wächst der Weg der lebendigen Erinnerung Schritt für Schritt – in Weimar und darüber hinaus. Mit ihren auffälligen Blüten werden die drei Blumeneschen künftig auch im Ortsbild von Schöndorf sichtbar sein. (mt/ki)
Online-Beteiligung am Thüringer Bürgerrat
Die Online-Beteiligung am Thüringer Bürgerrat "Frieden und Diplomatie" ist noch bis zum zwölften April möglich. Über eine Online-Plattform können Interessierte eigene Themen und Fragen einreichen — und so die inhaltliche Arbeit des Rates mitgestalten. Staatssekretär David Möller betont, dass gerade auch Stimmen gehört werden sollen, die sonst selten Gehör finden. Beim Bürgerrat handelt es sich um ein neues Format der Bürgerbeteiligung in Thüringen. Aus 10.000 zufällig ausgewählten Thüringer*innen wurden 200 Teilnehmende ausgelost, die in vier regionalen Gruppen zusammenkommen werden. Die Auftaktsitzungen sind für den einundzwanzigsten bis vierundzwanzigsten April geplant. Die Themen für den Bürgerrat werden in einem mehrstufigen Verfahren erarbeitet. Bereits im Februar brachten rund vierzig Bürgermeister*innen und Landräte Vorschläge ein. Im März erarbeiteten etwa vierzig Fachleute aus Bereichen wie Friedensforschung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft eine erste Themenlandkarte. Jetzt ist die gesamte Bevölkerung eingeladen, sich online zu beteiligen. (mt/ki)
Polizei ermittelt nach versuchter Entführung
In Weimar hat sich am Sonntagnachmittag ein möglicher Entführungsversuch ereignet. Das geht aus einer MDR-Meldung hervor. Zunächst sei es zu einem Streit gekommen, an dem mehreren Personen beteiligt waren. Dabei wurde ein Mann gegen seinen Willen in einem Auto festgehalten und bedroht. In Höhe des Einkaufsmarktes Atrium konnte er sich schließlich befreien, woraufhin es erneut zu einer Schlägerei mit den mutmaßlichen Angreifern kam. Die Verdächtigen wurden noch am Tatort von der Polizei vernommen. Die Hintergründe sind bislang unklar. (mt/ki)
Verkehrsmeldungen für Weimar
Ab heute gibt es im Weimarer Straßenverkehr mehrere Behinderungen. Am Jakobskirchhof 9 ist die Anliegergasse wegen Kanalarbeiten bis einschließlich Freitag vollgesperrt. Ebenfalls wegen Kanal- und Gasleitungsarbeiten ist die Ernst-Rosenthal-Straße bis zum 24. April betroffen. Der Kreuzungsbereich Friedrich-Ebert-Straße bis Hausnummer 1b der Rosenthal-Straße ist vollgesperrt. Wer aus Richtung Friesstraße kommt, kann die Straße nur bis Hausnummer 3 befahren – dort endet sie als Sackgasse. Die Kreuzung B7 Abzweig Süßenborn wird zudem ab heute halbseitig gesperrt sein. Der Bereich wird mit Ampeln geregelt, alle Fahrtrichtungen bleiben erhalten. Und noch ein Hinweis für alle, die in dieser und der kommenden Woche in der Jenaer Straße unterwegs sind: Der Städtische Ordnungsdienst stellt dort in Höhe der EJBW den sogenannten Panzerblitzer auf. (mt/ki)







