Staatsanwalt erhebt nach drei Jahren Anklage gegen Nazi-Hacker
Nachricht vom 06.November 2013
Nach dem Neonazi-Angriff auf die Internetseiten der Buchenwald-Gedenkstätte vor drei Jahren ist jetzt gegen einen Verdächtigen Anklage erhoben worden. Dem inzwischen 31-Jährigen wird Volksverhetzung und Computersabotage vorgeworfen. Die langen Ermittlungen hatte das Bundeskriminalamt geführt. Laut Staatsanwaltschaft fanden sich auf Computer und Laptops des Angeklagten "deutliche Hinweise" für die Hackerangriffe. Gegen den zweiten Verdächtigen seien die Ermittlungen mangels hinreichender Beweise eingestellt worden. Die damaligen ersten Informationen, die beiden Brüder aus Pirna seien bisher weder politisch noch durch ähnliche Hacker-Aktionen aufgefallen, wurden jetzt relativiert. Gegen den nunmehr Angeklagten habe es bereits zum Zeitpunkt der Tat mehrere Ermittlungen wegen Volksverhetzung und der Verwendung verfassungsfeindlicher Symbole gegeben. - Von der Buchenwald-Homepage waren im Sommer 2010 zahlreiche Dokumente und Fotos gelöscht und durch rechtsradikale Symbole und Parolen ersetzt worden. Nutzer wurden auf Internetauftritte von Holocaust-Leugnern umgelenkt. Auch das Totenbuch der KZ Opfer war zerstört worden. (wk)
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