Klangaktion vom 9. November gestaltet sich zu bewegendem Abend
Nachricht vom 11.November 2013
Die Klangaktion zum Gedenken an die Progromnacht vor 75 Jahren hat sich zu einem bewegenden Abend gestaltet. Nach einer Idee des "Yiddish-Summer"-Festival-Leiters Alan Bern versammelten sich am Samstag Weimarer an den zehn Stolperstein-Orten, die an jüdische NS-Opfer erinnern. Dort ließen sie Handglöckchen erklingen. Eine Viertelstunde später ertönte aus verschieden offenen Fenstern Musik, die unter den Nazis verboten war. Anschließend läuteten alle Kirchen sowie das Rathaus ihre Glocken. Vor der Alan Bern-Aktion hatten sich rund 60 Mitarbeiter des DNT auf dem Theaterplatz zu einer "lebendigen Klangaktion" postiert. Zu hören waren aus Handys und Abspielgeräten mit Verstärker Geräusche der Pogromnacht von 1938. Darüber wurden Namen, Adressen und Berufe von ermordeten jüdischen Mitbürgern gesprochen. Auch der Kirchen-Einladung zum Gedenken auf den jüdischen Friedhof waren viele Weimarer gefolgt. Den Abschluß bildete ein Treffen im Reithaus. Nach Gedenkreden bot Regisseur Alan Bern ein zweistündiges Programm mit Musik und Texten, die an die Leiden der Juden erinnerten. (wk)
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